Eis stellt eine der größten Gefahren für die Schifffahrt dar und tritt in verschiedenen Formen auf: als Meereis, Eisberge oder Süßwassereis in Binnengewässern. Meereis entsteht durch das Gefrieren von Salzwasser und entwickelt sich vom Eisbrei über Feldeis zu Packeis. Besonders gefährlich sind Eisberge aus gefrorenem Süßwasser von abgebrochenen Gletschern. Da nur etwa ein Achtel der Eismasse über Wasser sichtbar ist, sind Kollisionen besonders tückisch. Kleine Eisberge werden als Growler bezeichnet. Im Nordatlantik stammen Eisberge hauptsächlich von grönländischen Gletschern und treiben mit dem Labradorstrom südwärts. Das Gebiet um die Neufundlandbank ist besonders eisberggefährdet. In der Antarktis können Eisberge bis nach Südafrika und Uruguay driften.
Zur sicheren Navigation in Eisgebieten werden Eisbrecher eingesetzt, die mit verstärkten Rümpfen anderen Schiffen den Weg bahnen. Radar und Sonar helfen bei der Eiserkennung, während Schifffahrtsbehörden regelmäßig Eisberichte herausgeben. In Binnengewässern kann Eis zur Sperrung von Schifffahrtswegen führen, während an Küsten Eisgang besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert.