Navigation bezeichnet alle Tätigkeiten zur Planung, Überwachung und Steuerung der Bewegungen von Schiffen, um diese sicher von einem Ort zum anderen zu führen. Der Begriff stammt vom lateinischen “navigare” (ein Schiff führen). Grundlage der Navigation ist die Positionsbestimmung und das Koppeln, bei dem der gefahrene Kurs kontinuierlich in die Seekarte eingetragen wird.
Zur Navigation gehören die Routenplanung, die Überwachung von Wetter, Gezeiten und Strömungen sowie die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten. Die Navigation gliedert sich in verschiedene Verfahren: Die terrestrische Navigation nutzt Landmarken und Seezeichen zur Standortbestimmung. Die astronomische Navigation verwendet Gestirne wie Sonne, Mond und Sterne. Die Funknavigation arbeitet mit elektronischen Hilfsmitteln wie GPS, Radar und Funkpeilung.
In der Praxis arbeitet der Navigator mit Seekarten, Gezeitentafeln und der Interpretation von Seezeichen, um jederzeit die genaue Position zu kennen und einen sicheren Kurs zu halten. Ziel ist es, Untiefen zu umfahren, das Fahrwasser zu halten und rechtzeitig den Zielhafen zu erreichen. Traditionelle Navigationsinstrumente wie Kompass, Sextant und Chronometer werden heute durch moderne Systeme wie GPS, elektronische Seekarten und Radar ergänzt. Dennoch bleiben die klassischen Methoden als Backup wichtig, da elektronische Systeme ausfallen können.