“Vor dem Wind” bezeichnet den Segelkurs, bei dem der Wind von achtern kommt und das Boot in Windrichtung segelt. Der Windwinkel beträgt dabei etwa 160° bis 180°. Auf diesem Kurs stehen die Segel weit ausgebaumt, um möglichst viel Windkraft aufzufangen. Das Großsegel wird auf eine Seite, das Vorsegel auf die andere Seite gesetzt. Diese Segelstellung nennt man “Schmetterling” oder “Goosewing”. Vor dem Wind ist oft nicht der schnellste Kurs, da die Segel hier hauptsächlich durch Winddruck und weniger durch aerodynamischen Auftrieb angetrieben werden. Die Effizienz der Segelform ist auf diesem Kurs geringer als bei seitlichen Winden. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Gefahr der Patenthalse, bei der das Großsegel unkontrolliert von einer Seite auf die andere schlägt. Dies kann zu Schäden oder Verletzungen führen. Für diesen Kurs werden oft spezielle Segel wie Spinnaker oder Gennaker gesetzt, die speziell für Kurse mit achterlichem Wind konstruiert sind.