Die geografische Breite misst den Abstand zum Äquator und reicht von 0° am Äquator bis 90° an den Polen (Nord oder Süd).
Die geografische Länge gibt den Abstand zum Nullmeridian (Greenwich) an und erstreckt sich von 0° bis 180° (Ost oder West). Koordinaten werden in Grad, Minuten und Sekunden angegeben (z.B. 54°10’30” N, 008°52’15” E) oder in Dezimalgrad.
In der Seefahrt ist auch die Schreibweise mit Minuten und Zehntelminuten üblich. Früher bestimmten Seefahrer ihre Position durch Celestialnavigation. Sie peilten Sonne, Sterne oder andere Himmelskörper an und berechneten daraus mit Hilfe von Tabellen ihre Koordinaten.
Heute übernimmt GPS diese Aufgabe und liefert sekundenschnell präzise Positionsdaten. Jede Seekarte basiert auf geografischen Koordinaten, und alle modernen Navigationsinstrumente arbeiten mit diesem System. Für Seenotsignale sind genaue Koordinatenangaben überlebenswichtig.