Sicherheits- und Hafenhinweise für Yachten
Position 28 ° 28,2′ N | 16 ° 14,7′ W – östlich der Stadt, unmittelbar im Handelshafen. Verkehrsmeldepflicht: Vor Einfahrt Port Control VHF 12 rufen; Berufsschifffahrt (Fred. Olsen-Fähren, Kreuzfahrer) hat immer Vorfahrt. Einlaufkurs: Von NE den Molenkopf “Dique del Este” passieren, dann hart nach backbord zwischen die beiden Dalben mit weißen Leuchten. Die Einfahrt ist 65 m breit und bei LAT rund 8 m tief. Steuerbord halten: Binnenhafenrechter Verkehr gilt – Yachten laufen eng an der Steinmole, damit Schlepper frei drehen können. Wind & Fallböen: Nordost-Passat beschleunigt zwischen Anaga-Gebirge und Hafenkran-“Schluchtsystem”; mit 30-kn-Katabatikern rechnen. Deshalb Segel früh bergen und Fender schon draußen haben. Tiefe an den Liegeplätzen: 4 – 6 m an den Pontons, bis 35 m längsseits an der Außenmauer für > 40 m LOA. Nachts erleichtert ein -Feuer am Dalben den Kurs; die Stadtbeleuchtung nimmt jedoch viel Kontrast – Radar ist nützlich.
Sicherer Hafen mit starkem Schutz
Ankern in der Hafeneinfahrt ist verboten; außerhalb rollen Atlantikschwell und die Fährenwellen. In der Marina selbst liegt man hinter 400 m Wellenbrecher quasi bewegungslos. Bei kräftigem SO entsteht leichter Surge zwischen Ponton D und Außenmauer – Springs einstrecken und Ruckdämpfer setzen. Der Grund unter den Stegen ist Schlick über Fels, Festmacher werden auf Dalben geführt.
Moderne Marina mit Top-Infrastruktur
Steginfrastruktur: 176 Liegeplätze (bis 60 m), Strom 16/32 A, Trinkwasser, schnelles WLAN. Sanitär & Laundry: 2023 vollständig renoviert, 24 h-Zugang mit PIN-Karte; Waschmaschinen/Trockner (5 €/Ladung). Treibstoff: Tankpier gegenüber Ponton B (Diesel A/Bio-Diesel, Benzin), 07-22 Uhr, Kartenzahlung. Werft & Technik: 150-t-Travel-Lift, 35-m-Mastkran, Segelmacher Canarian Sails, Elektronikservice B&G/Raymarine vor Ort. Lieferungen aus Europa binnen 48 h über Flughafen Tenerife Norte. Proviant: Fußweg 10 min zum Mercado Nuestra Señora de África (Obst, Fisch, Gewürze). Großes Mercadona 800 m westlich, liefert per Caddy an den Steg. Entsorgung: Wertstoffinsel an der Sliprampe; Altöl und Batterien beim Varadero ohne Gebühr. Pump-Out-Pontoon vorhanden, Pflicht vor Langzeitliegezeit. Transport: Tram-Endstation „Fundación“ 600 m, Flughafenbus Linie 20 (20 min). Mietwagenstation direkt im Hafenbüro.
Sonne, Wald, Meer: Teneriffas Vielfalt entdecken
City-Naherholung – 15 min Fußweg zur Palmenpromenade Avenida Marítima, Tagesstrand Las Teresitas erreicht man mit Bus 910 (20 min). Anaga-Gebirge – Unesco-Biosphärenreservat; spektakuläre Lorbeerwald-Wanderungen ab Cruz del Carmen. Bus 76 fährt direkt vorm Hafen. Unterwasser – Von der Marina legt “Tenerife Divers” ab: Lava-Arches, Rochenstation La Catedral und im Winter Pilotwale rund 5 sm vor der Küste. Sichtweiten häufig 25 m. Kultur – Zwei Blocks landeinwärts: Kolumbus-Haus, modernistisches Auditorio Adán Martín, Museo de la Naturaleza y Arqueología (Guanchen-Mumien). Jeden Sonntag Flohmarkt mit Street-Food am Plaza de España.
Santa Cruz: Perfekter Stopp für Langfahrt-Crews
Stärken Rund-um-Service: Von 150-t-Lift bis Paketstation – idealer Technik-&-Crewwechsel-Stop vor Atlantiksprung. Großstadt direkt am Steg: Supermärkte, Ärzte, Kultur – alles zu Fuß. Ganzjahres-Wetterschutz bei jeder Passat-Laune, trotzdem schnelle Ausfahrt Richtung Madeira oder Kapverden. Schwächen Kein Badesee-Charme: Containerquietschen, Autolärm, nachts Streifenhörnchen-Hupen der Fähren. Liegegeld gehoben (ca. 38 € für 12 m/Tag plus 10 % Umweltabgabe). Fallböen erfordern gute Leinenarbeit; Fender reiben an Pontonkanten kräftig. Für wen geeignet? Langfahrt-Crews auf Reparatur- oder Proviantstopp. Winterlieger, die Flug-Anbindung und Stadtleben schätzen. Insel-Hopper, die schnell Teide, Anaga und Unterwasserspots erreichen wollen. Weniger passend für jene, die Robinson-Idylle erwarten – dann besser nach Garachico oder San Sebastián auf La Gomera ausweichen. Logbuchresümee: “Santa Cruz – Großstadtpuls unter Palmen; nach sechs Tagen Passat genau der Energieschub, den Crew und Schiff brauchen.”
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