Navigationshinweise für Doppelhafen-Anlaufpunkte
Der Doppelhafen (Puerto Escala NW / Puerto Base SE) liegt auf 27 ° 46,6′ N / 15 ° 42,9′ W. Einlaufen von SW (typisch): Nach Punta de Tauro hält man das markante, weiße Appartementhochhaus „Marina Suites“ Steuerbord voraus. Den grünen Molenkopf (Iso G 5 s) der Südbucht direkt ansteuern; Tiefe in der Rinne ≥ 6 m. Von NO: Kurs 220 ° ab Arguineguín; sobald der Feriensilo „Monte Paraiso“ deckungsgleich mit dem Hotel „Gloria Palace“ liegt, abfallen auf 190 ° zur Hafeneinfahrt. Tiefgang: Einfahrtsschwelle 6 m, im Gästebecken 4–5 m (laut Betreiber bis 45 m Schiffslänge). Nachteinlaufen: Möglich – Molenfeuer grün / rot, Marina-Front hell beleuchtet; dennoch wimmelt es von unbeleuchteten Jet-Ski-Bojen, daher besser bei Tage. Schwell & Wind: Der 280 m lange Außenquermolen schluckt Atlantikdünung bis 2 m; ab 25 kn SW setzt kurzer Chop durchs Becken. Passatfallwinde bleiben hinter den Hotelfassaden meist unter 15 kn.
Puerto Base: Beliebter Hafen für Gastyachten
Gastyachten gehen grundsätzlich in Puerto Base (Südbecken); Puerto Escala ist Charter- & Lokalflotte. Liegeplätze: 526 Boxen an Betonpontons, davon ca. 70 für Besucher bis 20 m; Finger nur 10 m lang ⇒ Achterleine erforderlich. Strom/Wasser: 16 A Standard, 32 A auf Anfrage; Wasser inklusive, Qualitätsstufe „Desal“ (leicht salzig). Halt & Schwell: Schwimmstege mit Gummipuffern – bei Westsee leichter Restroll, nachts ruhig. Ankern: Offiziell nur kurzzeitiges Warten vor der Einfahrt erlaubt (12–18 m Tiefe, Sand/Stein, mäßiger Halt); dauerhaftes Ankern wird von der Capitanía untersagt.
Komfortabler Hafenstopp in Puerto Rico
Sanitär & Service: Neue Duschen (2023), Laundry (5 €/Waschgang), kostenfreies Marina-WLAN, 65-t-Travellift und Riggwerkstatt am Nordkai. Diesel & Gas: Tankponton 07:00–19:00 Uhr, Preise i. d. R. 10–15 ct unter EU-Festland; Camping-Gaz-Tausch im „Ferretería Puerto Rico“. Proviant: Zwei Supermercados (Mercadona, HiperDino) 400 m; englischer „Spares & Chandlery“ direkt im Hafen (Dichtungen, Pumpen, Careen-Chemie). Müll/Umwelt: Wertstoffinsel am Hafentor; Altöl-Tank und Fäkalsaugstation beim Travellift. Mobilität: Busstation < 5 min zu Fuß – Direktlinien nach Las Palmas und Flughafen.
Puerto Ricos Unterwasserwelt und Bergzauber
Puerto Rico ist Tourismushochburg, doch die Unterwasserwelt überrascht: Zwischen Lavablöcken tummeln sich Papageifische, Engelhaie, gelegentlich Schildkröten. Sicht selten unter 8 m. Tauchbasen holen Kunden vom Steg. Zwei Sandstrände – Playa de Puerto Rico (direkt neben der Mole) und der ruhigere Playa de Amadores (20 min Küstenweg) – bieten kristallklares Wasser und abendliche Sonnenuntergänge hinter Teide. Wer die Bergwelt sucht, leiht am Kai ein Auto und fährt 25 min ins Barranco de Mogán: Mandelhaine, Kiefernduft und Serpentinenblicke bis El Hierro. Wanderer steigen in 60 min zum Mirador „La Verga“ auf – Ausblick auf ganze Südküste.
Puerto Rico: Idealer Boxenstopp der Südwest-Route
Puerto Rico ist kein verschlafener Fischerhafen – er ist der „All-Inclusive-Boxenstopp“ der Südwest-Route: Vorteile Exzellenter Schutz bei NE-Passat (80 % des Jahres). Komplette Infrastruktur: Diesel, Travellift, Supermarkt, Bus. Familienfreundliches Umfeld – Strand, Pool, Restaurants in Flip-Flop-Distanz. Nachteile Hotelkulisse ersetzt Naturidylle; Lärmpegel bis Mitternacht. Kaum Plätze > 20 m; Tiefgang offiziell 5 m, real bei Niedrigwasser 4 m. Dauerdurchlüftung durch Katamaran-Touren ab 08:30 Uhr. Geeignet für Blauwassercrews, die Technik oder Ersatzteile brauchen, Charterrunden, Überwintern mit Familie. Weniger für Ruhesucher, Traditionsschiffe > 30 m oder Langkieler > 3 m Tiefgang. Ich nutze Puerto Rico als „Roller-Freitag-Hafen“: am Morgen in Pasito Blanco lossegeln, mittags dort Diesel, Obst und ein Sprung in den 22-°C-Atlantik, abends Tapas am Strand. Wenn die Hotellichter den Basalthang wie ein Satellitenbild erleuchten und das Boot dennoch schaukelfrei an der Muring liegt, weiß ich: Service kann eine Pause genauso versüßen wie Palmensilhouetten. Puerto Rico liefert beides – solange man den wehmütigen Blick aufs ursprüngliche Kanarenfischerdasein ausblendet.
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