Anspruchsvolle Einfahrt an Teneriffas Küste
Geografische Lage 27 ° 14,9′ N / 16 ° 50,2′ W – Westküste Teneriffas, Gemeinde Santiago del Teide. Einlaufen Vom Süden kommend hält man sich außerhalb der 20-m-Linie, bis das weiße Molenfeuer (Fl R 5 s) sichtbar wird; Kurs 100 ° durch das 45 m breite Tor zwischen Außen- und Innenmole. Tiefe in der Rinne: 6–7 m bei LAT. Bei Swell > 2 m werden Ein-/Ausfahrt zeitweise geschlossen – UKW 09 abhören. Wind & Besonderheiten Fallböen von den Klippen beschleunigen den Nordost schnell auf 25–30 kn. Groß früh bergen und Fender steuerbord bereithalten, da man fast immer im Hafenbecken wenden muss. Nachts hilft die Straßenbeleuchtung des Ferienkomplexes „Poblado Marinero“, doch die Klippen erzeugen pechschwarze Schatten – Plotter ratsam. Tiefgang & Längen 368 Boxen bis 20 m, Tiefgang 3,5–4 m; längsseits an der Südwestpier bis 30 m LOA nach Voranmeldung.
Sicheres Ankern hinter Doppelmole
Ankern vor dem Hafen ist verboten (Schutzgebiet & Fähren-Verkehr). Die Marina liegt komplett hinter einer Doppelmole; Schwell spürt man höchstens bei W-Sturm, wenn Reflexwellen von den Klippen kommen. Dann Springs lang setzen, denn leichter Surge baut sich an Ponton E auf. Der Grund unter den Stegen ist tiefer Lavasand, die Dalben sind neu (2019) verankert – gute Dämpfer verhindern Quietschen.
Kompletter Yachthafen-Service mit Freizeitangebot
Stegservice – 16/32 A-Strom, Trinkwasser, Glasfaser-WLAN (kostenpflichtig, 24 h/3 €). Sanitär – Zwei Duschhäuser (PIN-Code), Waschraum mit 4 Maschinen. Treibstoff – Tankpier am Nordkopf (Diesel 07-19 h, sonn-/feiertags 09-15 h). Werft – 60-t-Travel-Lift, Segelmacher Tjalk, Motorservice Volvo/Yanmar; Liftplatz allerdings nur bis 18 m LOA. Provisioning – SuperDino-Express 200 m hinter dem Hafentor; für Großeinkauf Mercadona in Puerto de Santiago (1,5 km, Lieferdienst bis Ponton). Gastronomie & Freizeit – Direkt am Quai spanische Tascas, eine Poke-Bar und die Eisdiele „Gigi’s“. Dive-Center, Kajak- und SUP-Verleih an Ponton C; Wal-Watching-Boote starten gegenüber. Müll wird getrennt an der Sliprampe gesammelt; Altöl kostenlos an der Werft. Pump-out existiert (Saugeinrichtung, 2 €/200 l).
Top-Tauchrevier und Walparadies entdecken
Unterwasserwelt In der Hausbucht fallen Lavasäulen stufenförmig auf 30 m ab – ein Grund, warum die Gegend zu den Top-Tauchrevieren der Insel zählt. Barrakuda-Schwärme, Stachelrochen und gelegentlich Engelhaie sieht man schon 5 Minuten nach Ablegen vom Ponton. Wandern & Aussicht Vom Hafen führt ein steiler Pfad in 20 Min zur Aussichtsplattform Mirador Archipenque: Blick über Marina, Klippen und La Gomera. Ambitionierte Crews nehmen Bus 325 nach „Santiago“ und steigen die Masca-Schlucht hinab – das Endpunkt-Boot setzt direkt am Hafen ab. Strand Playa Los Guíos (dunkler Lavakies) grenzt an die Mole; Badesteg für Crews ideal, aber bei hoher Dünung gesperrt. Tierwelt Zwischen Dezember und April ziehen Finn- und Grindwale unmittelbar vorm Hafen vorbei – 2025 zählte das lokale Forschungszentrum 217 Sichtungen (plus 18 Orca-Begegnungen).
Los Gigantes: Dramatische Klippen, Exklusiver Hafen
Pro Spektakuläre Klippenkulisse, garantiert fototauglich. Rundum-Service in fußläufiger Distanz – Diesel, Lift, Supermarkt, Bars. Hervorragender Windschutz, dennoch kurze Wege zu den Passatbahnen Richtung La Gomera oder El Hierro. Contra Enges Wendebecken bei > 15 m LOA; Bugstrahl empfehlenswert. Hafenein-/ausfahrt bei 4 m Westdünung geschlossen – vorher Wetter checken. Liegepreise hoch (2025: ~ 47 €/Nacht für 12 m + Wasser/Strom), Rabatte erst ab 7 Tagen. Geeignet für … Urlaubs- und Familiencrews, die Baden, Walwatching und Sundowner ohne Mietwagen suchen. Blauwassersegler vor kurzem Inselhüpfer oder als Boxenstopp Richtung Kapverden / Karibik. Tauchfans dank RIB-Abfahrt vom Ponton und Top-Spots in 10 Min Bootsweg. Ich verlasse Los Gigantes jedes Mal mit demselben Gefühl: ein wenig Luxus, ein wenig Expedition – und der Gewissheit, dass wohl keine andere Marina der Kanaren das Drama ihrer Landschaft so unmittelbar ins Cockpit holt. Logbuch-Kommentar: „Gigantes – wer hier nicht über Nacht bleibt, verpasst die größte Wand der Insel.“
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