Ein Pier ist eine Anlegestelle, die vom Ufer aus rechtwinklig ins Wasser gebaut wird. Er besteht meist aus Holz, Stahl oder Beton und wird auch Steg oder Brücke genannt.
Der wichtigste Unterschied zum Kai: Ein Pier steht rechtwinklig zum Ufer, ein Kai verläuft parallel dazu.
Diese Bauweise hat praktische Gründe. Schiffe können von beiden Seiten anlegen und der Pier nimmt weniger Platz am Ufer weg. Piers werden hauptsächlich für Passagiere und Fracht genutzt. Menschen und Güter gelangen darüber sicher vom Land aufs Schiff und umgekehrt. Viele kennen das von Fährhäfen oder Kreuzfahrtterminals.
Auch für Wartungsarbeiten sind Piers praktisch. Schiffe können dort anlegen, wenn Reparaturen anstehen oder der Motor gewartet werden muss. Je nach Einsatzgebiet sehen Piers ganz unterschiedlich aus, von einfachen Holzstegen für kleine Boote bis hin zu massiven Betonkonstruktionen für große Schiffe. Dabei müssen Wassertiefe, Strömung und Tide berücksichtigt werden. Moderne Piers haben Anschlüsse für Strom und Wasser direkt am Liegeplatz, damit die Schiffe während des Aufenthalts versorgt werden können.