Ein Leck ist eine ungewollte Öffnung im Schiffsrumpf, durch die Wasser ins Schiffsinnere eindringt. Je nach Größe und Lage kann ein Leck eine ernste Gefahr für die Sicherheit des Schiffes darstellen. Lecks entstehen durch verschiedene Ursachen: Kollisionen mit anderen Schiffen, Grundberührung auf Riffen oder Felsen, Materialermüdung, Korrosion oder defekte Borddurchlässe. Auch lose Propellerwellen oder beschädigte Ruderanlagen können Lecks verursachen. Die Schwere eines Lecks hängt von Größe, Lage und der eindringenden Wassermenge ab. Kleine Lecks über der Wasserlinie sind meist ungefährlich, während große Lecks unter Wasser schnell bedrohlich werden können. Moderne Schiffe haben oft Schotten, die das Eindringen von Wasser in andere Bereiche verhindern. Bei einem Leck müssen sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden: Lenzpumpen einsetzen, das Leck mit Stopfmaterial wie Holzkeilen, Kissen oder Segeltuch provisorisch abdichten oder die Schlagseite durch Gewichtsverlagerung ausgleichen. Regelmäßige Wartung der Rumpfdurchführungen und Seeventile sowie vorsichtige Navigation in unreinem Grund helfen, Lecks zu vermeiden.