Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm, der im Nordatlantik, der Karibik oder dem Golf von Mexiko auftritt. Je nach Entstehungsgebiet werden diese Stürme auch als Taifun (Westpazifik) oder Zyklon (Indischer Ozean) bezeichnet. Hurrikane entstehen über warmen Ozeanen (mindestens 26,5°C Wassertemperatur), wenn feuchte Luft aufsteigt und sich zu einem rotierenden Wirbelsturm entwickelt. Sie haben ein charakteristisches ruhiges Auge im Zentrum, um das die stärksten Winde kreisen. Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November, mit der höchsten Aktivität zwischen August und Oktober. In dieser Zeit sind die Wassertemperaturen am höchsten und die atmosphärischen Bedingungen am günstigsten für die Sturmbildung.
Für die Schifffahrt stellen Hurrikane eine extreme Gefahr dar. Sie bringen Windgeschwindigkeiten von über 119 km/h mit sich, erzeugen bis zu 15 Meter hohe Wellen und können selbst große Schiffe in Seenot bringen. Hurrikane gehören zu den Orkanen, also Stürmen der Windstärke 12 nach der Beaufortskala. Hurrikane werden nach der Saffir-Simpson-Skala in fünf Kategorien eingeteilt. Kategorie 1 hat Windgeschwindigkeiten von 119 bis 153 km/h, während Kategorie 5 Hurrikane über 252 km/h erreichen können. Moderne Satellitenüberwachung und Wettermodelle ermöglichen es, Hurrikane mehrere Tage im Voraus zu verfolgen, sodass Schiffe rechtzeitig ausweichen oder sichere Häfen anlaufen können.