Das Hochsegel ist ein dreieckiges Segel, dessen Vorliek am Mast und dessen Unterliek am Baum befestigt ist. Es ist die heute gebräuchlichste Form des Großsegels auf modernen Segelyachten. Das Hochsegel löste historisch das Gaffelsegel ab, da es bessere aerodynamische Eigenschaften aufweist. Im Gegensatz zum Gaffelsegel benötigt es keine Gaffel als obere Begrenzung, wodurch das Segel höher und schmaler wird. Die Gaffel ist ein schräg nach oben ragender Baum, der das Oberliek des Gaffelsegels trägt. Dies verbessert die Windausnutzung, besonders bei Am-Wind-Kursen.
Der Verzicht auf die Gaffel erfordert jedoch einen höheren Mast, um ausreichend Segelfläche zu erhalten. Das Hochsegel wird meist aus modernen Segeltüchern wie Dacron gefertigt, die langlebig und formstabil sind. Die dreieckige Form macht das Hochsegel einfacher zu handhaben als ein Gaffelsegel und ermöglicht bessere Segeleigenschaften beim Kreuzen. Heute ist es Standard auf fast allen Fahrtenyachten und Regattabooten. Das Hochsegel wird über das Großfall gesetzt und über Großschot und Baumniederholer getrimmt.