Sichere Ansteuerung zwischen Arguineguín und Puerto Rico
Position: 27 °45,4′ N 15 °42,0′ W zwischen Arguineguín (2 sm W) und Puerto Rico (1,5 sm E). Von Osten kommend hält man zunächst auf die rote Leuchtboje „RW Fl(2)10s“ vor Puerto Rico zu, steuert dann 290 ° bis die pyramidenförmige Hotelsiedlung „Monte Anfi“ querab liegt und fällt schließlich nach Steuerbord in die weit offene Sandbucht ab. Tiefen nehmen vom 20-m-Isobath gleichmäßig auf 8–10 m unter Kiel ab. Die Einfahrt ist frei von Felsen; Fischkäfige liegen weiter seewärts. Bei Nacht hilft das Oc(3) 15 s-Feuer des Hafendamms von Arguineguín als Quermarke, doch wegen unbeleuchteter Badebojen ist eine Dämmerungsansteuerung stressfreier.
Sichere Ankerplätze bei NO-Passat
Tiefe & Grund: 6-12 m, fester Sand (Bahamas-Import plus vulkanischer Schluff). Pivoting-Fluke oder Scoop-Anker graben sich sofort ein; 30 m Kette hielten bei uns 25-kn-Böen problemlos. Wind / Schwell: Der vorherrschende NO-Passat wird von der halbrunden Hotelmole wirkungsvoll gebremst. Bei seltenen SW-Dünungen (Wintertiefs) steht leichter Roll; dann weicht man nach Pasito Blanco aus. Freiraum: 20–25 Yachten liegen bequem; Katamarane ankern meist näher zur Mole, Einrümpfer mittig. 150 m vor dem Strand beginnt die Badebojenkette – unbedingt respektieren, Kontrolle durch Jet-Ski-Lifeguards. Verbotenes Gebiet: Direkt vor der Mini-Marina „Narval“ darf nicht geankert werden (Unterwasserkabel).
Zwei Dinghy-Pontons: Chaos und Ruhe
Dinghy-Pontons gibt es zwei: West-Pontoon vor den Jet-Ski-Stationen (Watersports Luis Molina) – hier tagsüber Leinenchaos, dafür nur 50 m bis Strandduschen und Bars . Mini-Marina-Pier (Anmeldung beim Marinero), ruhiger und ideal für Wasserkanister. Versorgung direkt am Strand: SPAR-Mini-Supermarkt, Apotheke, Geldautomat, mehrere ATM-freie Cafés. Größerer Einkauf im „Mercadona Patalavaca“ (800 m Küstenweg). Müllcontainer stehen am Strandzugang; Glas bitte separat entsorgen – die Guardia Civil kontrolliert. Wasser bekommt man gegen Trinkgeld am Jet-Ski-Float; Diesel nur kanisterweise in Arguineguín.
Schnorchelparadies und Wracktauch-Abenteuer
Die Lagune ist zwar künstlich, doch an den Lavaböden rund um die Mole wimmelt es: Papageienfisch, Trompetenfisch, gelegentlich Schildkröten. Schnorchelmaske genügt – Sichtweiten 10–15 m. Wer abtauchen will: Tauchbasis „Blue Water“ holt Gäste direkt am Dinghy-Pontoon ab; beliebter Spot ist das Wrack “Cermona II” (20 m Tiefe, 15 Min RIB). Landseitig lockt ein Küstenpfad Richtung Arguineguín (2 km) mit Kakteengärten und Aussicht auf Atlantiksonnenuntergänge. Für Läufer gibt es morgens einen flachen 3-km-Rundkurs um das Resort. Insider-Tipp: Mit der Fähre zum Markt von Puerto de Mogán (freitags) – Start stündlich ab Steg 2.
Karibikflair und Wassersport in Anfi del Mar
Anfi del Mar ist der perfekte Tages- oder Kurzzeitankerplatz, wenn man Karibikoptik, ruhige Nächte und Infrastruktur direkt unterm Baum sucht. Der Halt ist top, der Passat weht erfrischend übers Cockpit und wer genug von Palmen und Cocktails hat, ist in 40 Min (Taxi) am Flughafen Las Palmas. + Gute Sandhaftung, windgeschützt bei NO-Lagen. + Bars, Duschen, SUP- und Jet-Ski-Spaß 100 m vom Beiboot. + Familienfreundlich: flacher Strand, Rettungsschwimmer, Spielplatz. – Kein Diesel-Dock, bei SW-Dünung rollig. – Lautstärke: Musikbeschallung bis 23 Uhr, Jet-Skis bis 18 Uhr. – Badebojen schränken Schwoj-Radius ein – nachts Winddreher checken. Geeignet für: Urlaubscrews, die Strand & Wassersport suchen; Blauwassersegler, die vor Atlantiküberquerung einen Erholungsstopp brauchen; Familien mit Kleinkindern. Weniger für Ruhesuchende oder Yachten > 25 m LÜA (wenig Platz). Mein Highlight: ein Mitternachtsbad im phosphoreszierenden Wasser, während an Deck leise das Singen der Kanarengrillen zu hören war und das Resort hinter der Palmensilhouette im Schlafmodus leuchtete. Anfi del Mar – künstlich, ja, aber ein Ankerplatz, der das Wort Urlaubsgefühl in Neonschrift über den Saloneingang schreibt.
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