Totenflaute ist eine Bezeichnung für eine Periode absoluter Windstille auf See. Ohne Motorantrieb gibt es für Segelboote bei Windstärke 0 keine Möglichkeit, sich fortzubewegen, sodass die Totenflaute früher dafür sorgen konnte, dass ein Schiff stunden- oder tagelang feststeckte. In der traditionellen Segelschifffahrt war die Totenflaute gefürchtet, da die Besatzung vollständig vom Wind abhängig war.
Schiffe konnten wochenlang bewegungslos auf dem Wasser liegen, was zu Problemen bei der Wasserversorgung, den Lebensmitteln und der Moral der Mannschaft führte. Die Bezeichnung entstand durch die lebensbedrohliche Situation, in die Schiffe durch anhaltende Windstille geraten konnten. Besonders in tropischen Gewässern, wo Totenflauten häufiger auftreten, wurden sie zur ernsten Gefahr für die Seefahrt. Mit Hilfsmotoren sind moderne Segelboote in der Lage, den Bereich der Totenflaute schnell und problemlos zu verlassen. Dennoch ist die Totenflaute auch heute noch ein relevanter Begriff, da reine Segelmanöver unmöglich werden und die geplante Fahrtzeit erheblich verlängert werden kann. Der Begriff wird auch metaphorisch für Stillstand oder fehlende Dynamik in anderen Bereichen verwendet.