Der Rumpf bildet den Hauptkörper eines Schiffes und verleiht ihm seine Schwimmfähigkeit. Auf ihm sind alle anderen Schiffsbauteile wie Decks, Aufbauten und Masten montiert. Die Konstruktion des Rumpfs basiert auf dem archimedischen Prinzip: Der Auftrieb entspricht dem Gewicht der verdrängten Wassermenge. Im Gleichgewicht ist das Gewicht des Schiffes gleich dem Gewicht des verdrängten Wassers. Zusätzlich muss der Rumpf allen auftretenden Kräften durch Wind, Wellen und Seegang standhalten. Die Rumpfform variiert je nach Einsatzzweck: Frachtschiffe haben oft breite, voluminöse Rümpfe für maximale Ladekapazität, während Segelyachten und Schnellboote schlankere, hydrodynamisch optimierte Formen aufweisen.
Typische Materialien sind Stahl und Aluminium bei größeren Schiffen, Holz bei traditionellen Booten sowie glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) bei modernen Yachten. Zum Schutz vor Korrosion, Bewuchs und Verschleiß wird der Rumpf mit speziellen Farben und Beschichtungen versehen. Die Rumpfkonstruktion umfasst Spanten als Querverstrebungen und den Kiel als längs verlaufendes Rückgrat des Schiffes.