Dünung bezeichnet lange, gleichmäßige und abgerundete Wellen, die sich über große Entfernungen im offenen Meer ausbreiten. Im Gegensatz zum unregelmäßigen Seegang entstehen Dünungswellen meist fernab vom aktuellen Standort durch Stürme oder starke Winde und können hunderte von Kilometern weit wandern.
Charakteristisch für Dünung sind die großen Wellenlängen (oft mehrere hundert Meter) und die regelmäßigen Abstände zwischen den Wellenbergen. Die Wellen sind meist sanfter und runder geformt als der durch lokalen Wind erzeugte Seegang. Dünung kann auch bei völlig ruhigem Wetter auftreten, wenn das Entstehungsgebiet weit entfernt liegt.
Für die Schifffahrt ist Dünung relevant, da sie Schiffe in gleichmäßige Rollbewegungen versetzen kann. Besonders unangenehm wird es, wenn die Wellenlänge etwa der Schiffslänge entspricht: Das Schiff liegt dann mit Bug und Heck auf Wellenberg bzw. Wellental und folgt stark den Wellenbewegungen, anstatt sie zu überbrücken. Moderne Schiffe sind daher oft mit Stabilisatoren ausgerüstet.
In der Navigation unterscheidet man zwischen Haupt- und Nebendünung, je nach Stärke und Richtung. Für Segler kann Dünung sowohl hilfreich sein (beim Surfen der Wellen) als auch störend (beim Kreuzen gegen die Wellenrichtung).
