Das Überwasserschiff bezeichnet den Teil des Schiffes, der oberhalb der Wasserlinie liegt und daher über Wasser sichtbar ist. Es bildet das Gegenstück zum Unterwasserschiff, das sich unterhalb der Wasserlinie befindet. Zum Überwasserschiff gehören der sichtbare Teil des Rumpfes, alle Aufbauten, das Deck sowie die gesamte Takelage bei Segelschiffen. Die Grenze zwischen Über- und Unterwasserschiff bildet die Konstruktionswasserlinie, die je nach Beladung des Schiffes variieren kann. Da das Überwasserschiff anderen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist als der unter Wasser liegende Schiffsteil, unterscheidet sich auch die Oberflächenbehandlung.
Während das Unterwasserschiff speziellen Antifouling-Anstrich gegen Bewuchs benötigt, wird das Überwasserschiff mit wetterfesten Lacken gegen UV-Strahlung, Salzwasser und mechanische Beanspruchung geschützt. Die Form des Überwasserschiffs beeinflusst die Seetüchtigkeit des Fahrzeugs, insbesondere bei schwerem Wetter. Ein niedriges Überwasserschiff reduziert die Windangriffsfläche, während höhere Aufbauten mehr Raum bieten, aber auch den Winddruck erhöhen.