Eine labile Luftschichtung liegt vor, wenn die Temperatur in der Höhe stärker abnimmt als in einer aufsteigenden Luftmasse. Dadurch wird die Luft instabil und steigt weiter auf. Bei labiler Schichtung kühlt sich die aufsteigende Luft langsamer ab als die umgebende Atmosphäre, wodurch sie leichter bleibt und weiter aufsteigt. Dies führt zu verstärkter Konvektion und Wolkenbildung. Für Segler ist labile Luftschichtung von großer Bedeutung, da sie zu unberechenbaren Windverhältnissen führt. Es können schnell Schauer, Gewitter und böige Winde entstehen. Besonders an heißen Sommertagen über erwärmten Landmassen ist die Schichtung oft labil. Anzeichen für labile Luftschichtung sind Cumulus-Wolken, die schnell wachsen, ungleichmäßige Windverhältnisse und die Bildung von Gewitterzellen. Segler sollten bei labiler Wetterlage besonders aufmerksam sein und rechtzeitig Schutz suchen. Das Gegenteil ist die stabile Luftschichtung, bei der die Luft nicht zum Aufsteigen neigt und das Wetter ruhiger bleibt.