GFK steht für glasfaserverstärkter Kunststoff und ist das meistverwendete Material im modernen Bootsbau. Es besteht aus Glasfasermatten oder -geweben, die mit Kunstharz getränkt und ausgehärtet werden. Die Vorteile von GFK liegen in seiner Korrosionsbeständigkeit, dem geringen Wartungsaufwand und der formstabilen Struktur. Anders als Holz fault es nicht, und im Gegensatz zu Stahl rostet es nicht. Zudem lassen sich komplexe Formen kostengünstig in Serie produzieren. Der Aufbau erfolgt meist im Handlaminierverfahren: Auf eine Form wird Gelcoat aufgetragen, dann folgen mehrere Lagen Glasfasermatten mit Harz. Das Gelcoat bildet die glatte, witterungsbeständige Außenhaut, während das darunterliegende Laminat die Festigkeit liefert.
GFK ist schwerer als moderne Faserverbundwerkstoffe wie CFK, aber deutlich leichter als Stahl. Reparaturen sind relativ einfach durchführbar, erfordern jedoch Fachkenntnisse beim Umgang mit den Harzsystemen. Heute werden über 90% aller Serienboote aus GFK gefertigt. Nur im Regattasport oder bei Luxusyachten kommen vermehrt Carbon oder andere Materialien zum Einsatz.