Der Gennaker, auch als asymmetrischer Spinnaker bezeichnet, ist ein spezieller Segeltyp für Raumwindkurse bei leichten bis mäßigen Windbedingungen. Der Name entstand als Kombination aus “Genua” und “Spinnaker” und wurde ursprünglich von der amerikanischen Segelmacherei North Sails geprägt. Im Gegensatz zum symmetrischen Spinnaker, der für Vorwindkurse verwendet wird, ist der Gennaker asymmetrisch geschnitten und speziell für das Segeln mit achterlichem Wind auf Raumwindkursen konzipiert. Er wird nicht an einem Spinnakerbaum, sondern meist an einem festen Bugspriet oder ausfahrbaren Gennakerbaum gefahren.
Der Gennaker ist größer und bauchiger als eine Genua, aber flacher als ein Spinnaker. Diese Bauweise macht ihn einfacher zu handhaben und zu trimmen als einen klassischen Spinnaker. Ein wesentlicher Vorteil: Manöver wie Halsen erfolgen wie bei normalen Segeln, ohne dass wie beim Spinnaker der Baum umgebaut werden muss. Da der Gennaker nur für achterliche Winde konzipiert ist, werden mit ihm ausschließlich Halsen gefahren, keine Wenden. Gennaker eignen sich besonders für Fahrtenyachten und sportliche Gleitjollen, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Moderne Yachten sind oft mit Rollgenakern ausgerüstet, die das Handling zusätzlich vereinfachen. Heute wird der Begriff Gennaker oft synonym mit “Blister” verwendet.
