Eine Einzelgefahr bezeichnet in der Seefahrt ein isoliertes Hindernis oder eine Gefahr im Wasser, die für die Schifffahrt gefährlich werden kann. Dazu gehören Felsen, Wracks, Untiefen, verlassene Bohrinseln oder andere einzeln stehende Objekte. Einzelgefahren werden in Seekarten speziell markiert und oft durch entsprechende Seezeichen gekennzeichnet. Dabei kommen schwarze Tonnen mit roten waagerechten Streifen zum Einsatz, die die Gefahr markieren und umfahren werden müssen. Bei der Navigation müssen Einzelgefahren großräumig umfahren werden, da eine Kollision schwere Schäden am Schiff verursachen oder es sogar versenken kann.
Moderne Navigationshilfen wie GPS, Radar und Echolot helfen dabei, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen. In Seekarten sind Einzelgefahren deutlich markiert, oft mit Tiefenangaben und Warnhinweisen. Besonders bei schlechter Sicht oder in unbekannten Gewässern ist erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. Der Begriff unterscheidet sich von flächenhaften Gefahren wie Untiefen oder Sperrgebieten, da es sich um punktuelle, klar abgrenzbare Hindernisse handelt.