Einhand-Segeln bezeichnet das Führen eines Segelbootes durch eine einzelne Person, die alle Aufgaben an Bord allein bewältigt. Dies erfordert besondere seglerische Fähigkeiten, körperliche Fitness und eine durchdachte Bootsvorbereitung. Grundsätzlich kann fast jedes Segelboot einhand gesegelt werden, jedoch sind viele Boote für Mehrpersonenbedienung konzipiert. Bei größeren Booten können Manöver wie Wenden oder Halsen schwierig werden, wenn Winschen weit auseinander liegen oder wichtige Leinen nur vom Vorschiff aus bedienbar sind. Für das Einhandsegeln sind daher oft Anpassungen sinnvoll: Windfahnensteueranlage oder Autopilot für die Kurssteuerung, da der Segler nicht permanent am Ruder stehen kann. Rollreff- und Rollgenuasysteme ermöglichen einfache Segelhandhabung ohne Gang zum Mast. Alle wichtigen Leinen sollten ins Cockpit geführt werden, damit der Segler das Boot vom sicheren Platz aus bedienen kann. Einhandsegeln verlangt vorausschauende Planung und defensive Segelführung. Bei starkem Wind oder komplexen Manövern ist besondere Vorsicht geboten, da keine Hilfe verfügbar ist. Sicherheitsausrüstung wie Lifeline und Rettungsweste sind beim Einhandsegeln besonders wichtig.

