DSC-Notalarm steht für Digital Selective Calling und ist ein automatisches Notrufsystem im UKW-Seefunk.
Durch das Betätigen einer speziellen Taste am Funkgerät wird ein digitaler Notruf ausgelöst, der gleichzeitig an alle DSC-fähigen Stationen in Reichweite sowie an die zuständige Küstenwache oder das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) gesendet wird. Der DSC-Notruf übermittelt automatisch die Position des Schiffes (sofern ein GPS angeschlossen ist), die MMSI-Nummer zur Identifikation und die Art des Notfalls. Nach dem digitalen Alarm folgt üblicherweise die Sprechfunkverbindung auf Kanal 16, um weitere Details zu übermitteln.
Ein Vorteil des DSC-Systems ist die sofortige Alarmierung aller Stationen ohne vorherige Kontaktaufnahme. Empfangende Stationen erhalten einen akustischen und optischen Alarm und können direkt Hilfe leisten oder den Notruf weiterleiten.
Der DSC-Notalarm ist zusammen mit EPIRBs (Emergency Position Indicating Radio Beacons) und SARTs (Search and Rescue Transponders) ein zentraler Baustein des GMDSS-Systems. Während DSC primär über UKW-Funk funktioniert, arbeiten EPIRBs über Satelliten und SARTs unterstützen die Ortung durch Suchflugzeuge und -schiffe mit Radar. Bei versehentlicher Auslösung muss der Fehlalarm umgehend über Sprechfunk auf Kanal 16 widerrufen werden.