Ein Blitzfeuer ist ein Leuchtfeuer, das kurze, helle Lichtblitze in regelmäßigen Abständen aussendet. Es dient zur Kennzeichnung von Fahrwassern, Hindernissen oder Hafeneinfahrten.
Das charakteristische Merkmal eines Blitzfeuers ist, dass die Hellphasen deutlich kürzer sind als die Dunkelphasen. Während die Lichtblitze meist weniger als 2 Sekunden dauern, betragen die Dunkelpausen etwa 3 Sekunden. In Deutschland sind Blitzfeuer auf maximal eine Sekunde Hellphase begrenzt. Die Lichtfarbe ist meist weiß, kann aber auch rot, grün oder gelb sein, je nach Zweck des Seezeichens. Blitzfeuer werden in Seekarten und Leuchtfeuerverzeichnissen mit dem Kürzel “Fl” (von englisch “Flash”) gekennzeichnet.
Die Anzahl der Blitze pro Periode wird in Klammern angegeben: “Fl(2)” bedeutet zwei Blitze, “Fl(3)” drei Blitze in schneller Folge. Komplexere Kennungen wie “Fl(2+1)” bezeichnen zwei kurze Blitze, gefolgt von einem längeren Blitz. Diese Lichtcharakteristik ermöglicht Seeleuten die eindeutige Identifikation des Leuchtfeuers und damit eine präzise Positionsbestimmung.