Eine Ankerkette verbindet den Anker mit dem Schiff und ist ein wesentlicher Bestandteil der Ankerausrüstung. Sie besteht aus verzinktem oder rostfreiem Stahl und ist in ihrer Dimension auf die Schiffsgröße abgestimmt. Die Ankerkette wird über die Ankerwinsch ausgebracht und im Ankerkasten verstaut. Als Faustregel gilt eine Kettenlänge vom Drei- bis Fünffachen der Wassertiefe, je nach Wetterbedingungen und Ankergrund. Die Kette trägt wesentlich zur Haltekraft bei, da ihr Gewicht den Anker flach am Grund hält und dämpfend wirkt. Ankerketten sind in regelmäßigen Abständen markiert, meist alle 10 oder 25 Meter mit Farbbändern oder Schäkeln, um die ausgebrachte Länge zu kontrollieren.
Das Ende der Kette ist über den Kettenstopper am Schiff befestigt. Bei kleineren Booten werden oft Kette-Tau-Kombinationen verwendet: eine kurze, schwere Kette direkt am Anker und daran anschließend leichtere Ankerleine. Dies reduziert Gewicht und Platzbedarf. Die regelmäßige Kontrolle auf Korrosion, Verschleiß und Beschädigungen der Kettenglieder ist wichtig für die Sicherheit. Besonders die Verbindungsstellen zwischen Anker, Kette und Schäkel sollten überprüft werden.
