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Medikamente gegen Seekrankheit: Was wirklich hilft

Du freust Dich auf Deine Kreuzfahrt oder Deinen Segeltörn. Plötzlich wird Dir übel, Dir ist schwindelig und jeder Wellengang fühlt sich schlimmer an. Seekrankheit kann fast jeden treffen, vom erfahrenen Seemann bis hin zum unerfahrenen Passagier, der zum ersten Mal auf See ist. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Medikamente und einfache Tricks, mit denen Du die Symptome vorbeugen oder deutlich lindern kannst, damit die Reise trotz Seegang ihren Spaß nicht verliert.
Übersicht

Alles auf einen Blick

  • 🧠 Ursache: Widersprüchliche Bewegungs- und Sinnesreize zwischen Innenohr, Augen und Gehirn

  • 🤢 Symptome: Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit, Erbrechen

  • Dauer: Häufig Gewöhnung des Körpers nach wenigen Tagen auf See

  • 💊 Behandlung: Medikamente (z. B. Antihistaminika, Scopolamin) sowie unterstützende Maßnahmen wie Ingwer oder frische Luft

  • 🛟 Vorbeugung: Richtiger Platz an Bord, frühzeitige Medikamenteneinnahme, stabile Blickfixierung auf den Horizont

Warum wird man seekrank? Ursachen einfach erklärt

Seekrankheit wird in der Medizin auch Kinetose genannt und ist kein Zeichen von Schwäche, sondern das Ergebnis eines Missverständnisses in unserem Gehirn. Doch was genau löst diese körperliche Reaktion aus? Wieso fühlen wir uns, als würde der Boden nachgeben?

Der sensorische Konflikt

Die Hauptursache für Seekrankheit ist ein sogenannter sensorischer Konflikt. Dabei erhält das Gehirn eine hohe Anzahl gleichzeitig eintreffender Informationen über Bewegung und Körperlage. Normalerweise arbeiten Gleichgewichtsorgan im Innenohr, Augen sowie Muskeln und Gelenke eng zusammen. Stimmen diese Signale überein, kann das Gehirn die Position des Körpers im Raum problemlos bestimmen.

Auf See stößt dieses System jedoch an seine Grenzen und das fein abgestimmte Zusammenspiel gerät schnell aus dem Gleichgewicht.

  • Das Innenohr: Die Bogengänge und Otolithenorgane registrieren jede Beschleunigung, jedes Neigen, Rollen und Schaukeln des Schiffsrumpfes. Sie senden das Signal: „Wir sind in starker Bewegung.“

  • Die Augen: Werden die Augen auf einen festen Punkt innerhalb des Schiffes gerichtet, etwa auf ein Buch, ein Smartphone oder die Kabinenwand, melden sie dem Gehirn: „Alles ist statisch, nichts bewegt sich.“

  • Die Tiefensensibilität: Die Muskeln spüren zwar das Ausgleichen der Schwankungen, können diese aber nicht mit dem visuellen Bild in Einklang bringen.

Diese sensorische Reizüberflutung kann dazu führen, dass das Gehirn widersprüchliche Sinnesinformationen erhält und die Situation deshalb nicht eindeutig verarbeiten und einordnen kann. Die Folge ist eine Stressreaktion des Körpers, die schließlich typische Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen auslösen kann. Besonders starke oder ungewohnte Bewegungen verstärken diesen Effekt zusätzlich, da sich das Gehirn erst an die neuen Bewegungsmuster anpassen muss. Einen ähnlichen Effekt kennst Du vielleicht aus dem Auto, dem Flugzeug oder der Bahn. 

Warum der Körper mit Übelkeit reagiert

Warum der Körper bei Seekrankheit ausgerechnet mit Übelkeit und Erbrechen reagiert, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Grundsätzlich wird aber davon ausgegangen, dass es sich um eine Schutzreaktion des Körpers handelt.

Eine verbreitete Erklärung liegt in der Evolution: Störungen im Gleichgewichtssystem können auch durch Nervengifte verursacht werden. Das Gehirn könnte widersprüchliche Signale daher als mögliches Vergiftungszeichen interpretieren. Übelkeit und Erbrechen würden in diesem Fall dazu dienen, potenziell schädliche Stoffe schnell aus dem Körper zu entfernen.

Zusätzlich aktiviert der sensorische Konflikt das vegetative Nervensystem. Dabei werden unter anderem Nervenbahnen und Botenstoffe aktiviert, die direkt mit dem Brechzentrum im Gehirn verbunden sind. Dadurch können typische Begleiterscheinungen wie vermehrter Speichelfluss, Blässe, kalter Schweiß und schließlich Übelkeit oder Erbrechen entstehen.

Auch bestimmte Botenstoffe wie Histamin oder Acetylcholin spielen dabei eine Rolle. Genau an diesen Signalwegen setzen viele Medikamente gegen Seekrankheit an, indem sie die Reizweiterleitung im Gehirn dämpfen und so die Symptome abschwächen können. Dazu aber gleich mehr.

Gähnen, Müdigkeit, Unwohlsein, leichter Schwindel.

Wer ist besonders anfällig?

Eine einheitliche körperliche Reaktion gibt es nicht. Allerdings gibt es Merkmale, die bestimmen, wie anfällig Du bist:

  • Frauen & Kinder: Frauen sind statistisch häufiger betroffen als Männer. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren gelten als besonders anfällig, während Kleinkinder unter 2 Jahren fast nie seekrank werden, da ihr Gleichgewichtssinn noch nicht voll ausgereift ist.

  • Senioren: Ab ca. 60 Jahren sinkt das Risiko wieder, da die Rezeptoren im Innenohr unempfindlicher werden.

  • Die 10-Prozent-Regel: Etwa 10 % der Menschen sind praktisch immun, während weitere 10 % starke Symptome entwickeln.

  • Stress & Umfeld: Schlafmangel, Angst, schlechte Luft oder Dieselabgase senken die Toleranzschwelle und lassen die Beschwerden schneller eintreten.

Wie lange dauert Seekrankheit normalerweise?

Die gute Nachricht: Dein Körper ist lernfähig. Hier ist der zeitliche Ablauf, mit dem Du rechnen kannst:

  • Die 48-Stunden-Marke: In den meisten Fällen gewöhnt sich das Gehirn innerhalb von zwei bis drei Tagen an die schwankenden Bewegungen. Man spricht davon, seine „Seebeine“ zu bekommen; das sensorische Chaos wird vom Gehirn irgendwann als „Normalzustand“ akzeptiert.

  • Wetterabhängigkeit: Diese Gewöhnung gilt allerdings nur für den aktuellen Seegang. Nimmt der Wind zu oder ändert sich die Wellenrichtung stark, kann der Anpassungsprozess von vorn beginnen.

  • Kurze Erleichterung: Erbrechen lindert die Symptome oft nur für kurze Zeit. Da die Ursache (die Bewegung) fortbesteht, kehren die Symptome meist schnell zurück, solange die Anpassungsphase noch läuft.

  • Der „Landschwindel“: Auch nach der Reise ist nicht sofort alles vorbei. Viele verspüren nach dem Landgang noch für etwa 24 Stunden ein Nachschwanken, da das Gehirn sich erst wieder an den festen Boden gewöhnen muss.

Meistens ca. 48 Stunden. Danach hat sich das Gehirn an das Schwanken gewöhnt. 

Nur kurzzeitig. Da die Ursache (die Bewegung) bleibt, kehrt die Übelkeit oft schnell zurück.

Ja, das nennt sich Landschwindel. Dein Gehirn braucht meist etwa 24 Stunden, um sich wieder auf festen Boden umzustellen.

Medikamente gegen Seekrankheit: Wirkstoffe im Vergleich

Wenn die Seekrankheit einmal eingesetzt hat, ist der Griff zu Medikamenten oft der einzige Ausweg. Weil es eine ganze Reihe von unterschiedlichen Medikamenten und Wirkstoffen gibt, haben wir für Dich eine Tabelle zur Übersicht erstellt.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass der Markenname auf der Packung oft weniger aussagt als der darin enthaltene Wirkstoff. Viele bekannte Mittel teilen sich die identische Basis, so steckt etwa in verschiedenen Dragees und Kaugummis oft derselbe Stoff, auch wenn die Verpackung anders aussieht.

Zudem unterscheidet man zwischen Monopräparaten (ein einzelner Wirkstoff) und Kombipräparaten, die mehrere Wirkstoffe vereinen. Um Dir die Orientierung so einfach wie möglich zu machen, konzentrieren wir uns in der folgenden Übersicht primär auf den jeweiligen Hauptwirkstoff. So behältst Du den Durchblick, egal wie das Produkt in der Apotheke vor Ort heißt.

Zudem unterscheidet der Gesetzgeber in Deutschland zwischen vier Kategorien, die darüber entscheiden, wie Du an Dein Mittel kommst:

  1. Freiverkäufliche Arzneimittel: Diese erhältst Du auch außerhalb von Apotheken, zum Beispiel in Drogeriemärkten oder Reformhäusern (z. B. viele Ingwer-Präparate).

  2. Apothekenpflichtige Medikamente: Diese darfst Du nur in einer Apotheke kaufen, benötigst dafür aber kein ärztliches Rezept (z. B. Reisekaugummis).

  3. Verschreibungspflichtige Medikamente: Hier führt kein Weg am Arzt vorbei; Du erhältst sie nur gegen Vorlage eines Rezepts in der Apotheke (z. B. Scopolamin-Pflaster).

  4. Betäubungsmittel: Diese unterliegen strengen Auflagen. Sie spielen bei der normalen Seekrankheit keine Rolle und sind nur für schwere medizinische Notfälle vorgesehen.

Tab. 1 – Übersicht der Wirkstoffe.

Wirkstoff

Bekannte Handelsnamen

Form

Status

Kurz-Info

Dimenhydrinat

Superpep, Vomex A

Kaugummi, Dragees, Zäpfchen

Apothekenpflichtig

Überall verfügbar & wirkt sehr fix

Scopolamin

Scopoderm TTS

Pflaster

Verschreibungspflichtig

Starke Langzeitwirkung (72 Std.)

Meclozin

Agyrax, Postafen

Tabletten

Nur im Ausland erhältlich

Hält lange an & macht kaum müde

Cinnarizin

Stugeron, Arlevert

Tabletten

Verschreibungspflichtig

Dämpft Reize direkt im Gleichgewichtsorgan; gute Verträglichkeit.

Dimenhydrinat

 

Ein verbreiteter Wirkstoff gegen Reisekrankheit (z. B. Vomex A). Er blockiert Histamin-Rezeptoren im Brechzentrum und wirkt schnell, besonders als Kaugummi. Nachteil: häufig starke Müdigkeit.

Scopolamin

 

Geeignet für längere Reisen. Als Pflaster hinter dem Ohr gibt es den Wirkstoff bis zu 72 Stunden ab. Anwendung einige Stunden vor Reisebeginn. Verschreibungspflichtig, mögliche Nebenwirkungen (z. B. trockener Mund, Sehstörungen).

Meclozin

 

Gut verträgliches Antihistaminikum mit geringerer Müdigkeit. Wirksam gegen Übelkeit, aber in Deutschland schwer erhältlich.

Cinnarizin

 

Wirkt gegen Schwindel und Übelkeit, indem es das Gleichgewichtsorgan beeinflusst. Meist gut verträglich und weniger sedierend als viele Alternativen.

Für Härtefälle: Verschreibungspflichtige Alternativen

 

Wenn Standardmittel versagen, gibt es Präparate, die deutlich stärker in das Nervensystem eingreifen. Diese sind aufgrund ihrer intensiven Wirkung grundsätzlich verschreibungspflichtig und sollten vorab mit Deinem Arzt besprochen werden:

  • Promethazin: Einer der stärksten Wirkstoffe gegen massives Erbrechen. Er wirkt sehr zuverlässig, macht aber meist sehr müde.

  • MCP oder Domperidon: Diese Mittel beruhigen direkt den Magen und fördern den Transport der Nahrung in die richtige Richtung, um den Brechreiz zu stoppen.

  • Cyclizin: Im englischsprachigen Ausland (z. B. USA oder UK) weit verbreitet. Es gilt als sehr effektiv gegen schwere Seekrankheit und macht oft weniger schläfrig als andere starke Mittel.

Kläre die Anwendung dieser „Notfall-Mittel“ am besten frühzeitig mit Deinem Hausarzt, um die passende Dosierung für Dich zu finden.

Reisekaugummis mit Dimenhydrinat. Sie wirken über die Mundschleimhaut besonders schnell.

Empfehlenswert sind Reisetabletten mit Wirkstoffen wie Dimenhydrinat, Cinnarizin oder Meclozin.

Scopolamin-Pflaster; Wirkung bis zu ca. 72 Stunden.

Viele ja (z. B. Dimenhydrinat). Manche nur mit Rezept (z. B. Scopolamin-Pflaster).

Ja, aber die Wirkung ist oft schwächer als bei vorbeugender Einnahme.

Oft 4-6 Stunden, je nach Wirkstoff länger.

Position an Bord wechseln (z. B. Schiffsmitte), an die frische Luft gehen, hinlegen, Horizont fixieren und ggf. ärztlichen Rat einholen oder Wirkstoff wechseln.

Natürliche Mittel gegen Seekrankheit

Wenn Du auf Medikamente verzichten und stattdessen lieber zu natürlichen Alternativen zurückgreifen willst, dann helfen Dir die folgenden Tipps möglicherweise:

Ingwer

Ingwer gilt als eine der am besten untersuchten Heilpflanzen gegen Reiseübelkeit. Die enthaltenen Scharfstoffe (Gingerole) wirken direkt im Magen-Darm-Trakt und können dort den Brechreiz lindern, bevor er entsteht. Da Ingwer nicht im Gehirn ansetzt, bleibt die Konzentrationsfähigkeit voll erhalten. Er lässt sich unkompliziert als Tee, in Form von Kapseln oder sogar durch das Kauen eines frischen Stücks Wurzel anwenden und sollte bereits einige Tage vor Reise täglich konsumiert werden.

Akupressur

 

Sogenannte Akupressur-Bänder (Sea-Bands) nutzen das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ein kleiner Kunststoffknopf im elastischen Band übt permanenten Druck auf den P6-Punkt (Neiguan-Punkt) an der Innenseite des Handgelenks aus. Dieser mechanische Reiz kann das Übelkeitsgefühl bei vielen Menschen deutlich reduzieren. Da die Methode völlig ohne Wirkstoffe auskommt, ist sie auch für Kinder und Schwangere eine beliebte Wahl.

Vitamin C

 

Ein erhöhter Histaminspiegel scheint an den typischen Symptomen der Seekrankheit beteiligt zu sein. Vitamin C wird daher häufig als natürliches Antihistaminikum diskutiert. Es unterstützt den Körper dabei, überschüssiges Histamin schneller abzubauen. Die Einnahme von hochdosierten Vitamin-C-Präparaten (z. B. als Kautabletten) vor und während der Fahrt kann die Toleranzgrenze gegenüber dem Schwanken spürbar erhöhen.

Hinweis

 

Beachte jedoch, dass die Wirkung dieser Methoden individuell variiert und nicht garantiert ist. Sie eignen sich ideal für eine sanfte Prophylaxe, stoßen aber bei stärkerem Seegang oder hoher Anfälligkeit oft an ihre Grenzen. Im Gegensatz zu klassischen Medikamenten zielen natürliche Mittel eher darauf ab, die Toleranzgrenze Deines Körpers zu verschieben, verfügen jedoch nicht über dieselbe akute Wirkung. Für den Ernstfall solltest Du daher besser ein bewährtes Präparat in Deiner Bordapotheke mitführen.

Zum Beispiel Ingwer, Akupressur-Armbänder, frische Luft, Blick auf den Horizont oder eine ruhige Position an Bord.

Seekrankheit vorbeugen: 8 Tipps für Deine Reise

 

Damit es gar nicht erst zum Äußersten kommt, helfen Dir diese Verhaltensregeln an Bord:

  1. Blick zum Horizont: Fixiere einen stabilen Punkt in der Ferne. Das hilft Deinem Gehirn, die vom Gleichgewichtssinn gemeldeten Bewegungen mit dem optischen Eindruck in Einklang zu bringen.

  2. Ab in die Mitte: In der Schiffsmitte (nahe der Wasserlinie) sind die Bewegungen am geringsten.

  3. Frische Luft statt Kabine: Bleib besser an Deck. Muffige Luft und Enge verstärken die Übelkeit. Solltest Du doch eine Kabine wollen, wähle eine mit Fenster.

  4. Keine Naharbeit: Vermeide es, auf Dein Handy oder die Seekarte zu schauen. Wer den Blick starr auf ein Objekt im Boot richtet, provoziert die Seekrankheit.

  5. Bewusste Ernährung & Verzicht: Iss leichte, fettarme Kost und achte darauf, nie mit komplett leerem Magen zu segeln. Verzichte auf Alkohol sowie histaminreiche Lebensmittel wie Salami, gereiften Käse und Co., da diese das Brechzentrum direkt reizen.

  6. Fit an Bord: Sorge für ausreichend Schlaf und vermeide Stress vor dem Ablegen. Ein ausgeruhter Körper hat eine deutlich höhere Toleranzschwelle.

  7. Übernimm das Steuer: Wer aktiv steuert, kann die Bewegungen des Schiffes besser antizipieren. Durch diese Vorhersehbarkeit kann das Gehirn die Reize besser verarbeiten, was Übelkeit vorbeugen kann.

  8. Handeln bei ersten Symptomen: Warte nicht, bis Dir richtig übel ist. Sobald erste Anzeichen wie häufiges Gähnen oder leichtes Unwohlsein auftreten, solltest Du sofort handeln: Leg Dich flach hin und schließe die Augen, um den visuellen Reiz komplett auszuschalten.

Solltest Du noch nie mit einem Boot oder Schiff gereist sein, ist eine Weltreise vielleicht nicht der ideale Anfang. Um herauszufinden, wie es um Deine Seetauglichkeit steht, ist eine Mini-Kreuzfahrt oder eine kleine Bootsreise sinnvoller.

Ein wenig ja. Gewöhnung durch wiederholte Fahrten kann helfen.

Medizinische Hilfe im Notfall

Sollte nichts mehr helfen und die Seekrankheit Dich trotz aller Maßnahmen voll erwischen, bist Du auf größeren Schiffen nicht auf Dich allein gestellt. Fast jedes Kreuzfahrtschiff verfügt über ein modernes Bordhospital mit Schiffsärzten und Pflegepersonal, die im Ernstfall auch stärkere, verschreibungspflichtige Medikamente oder Infusionen verabreichen können.

Ein hilfreicher Tipp für den schnellen Bedarf: Oft bekommst Du einfache Reisetabletten zu einem geringen Preis (oder manchmal sogar kostenlos) direkt an der Rezeption des Schiffes. So musst Du nicht erst auf einen Termin warten, wenn das Unwohlsein gerade erst beginnt. Beachte jedoch, dass die Behandlung beim Schiffsarzt in der Regel privat abgerechnet wird. Eine Auslandsreisekrankenversicherung sollte daher bei jeder Reise zu Deinem Standardgepäck gehören.

Fazit: Gut vorbereitet auf Deine Schiffsreise

 

Seekrankheit muss Dir nicht den Urlaub verderben, wenn Du vorbereitet bist. Das Wichtigste ist: Werde schon aktiv, bevor Du an Bord gehst, sei es durch die richtige Ernährung, ausreichend Erholung oder die passende Prophylaxe.

Dieser Artikel soll Dir in erster Linie einen fundierten Überblick über die gängigsten Mittel und Methoden bieten, damit Du weißt, welche Optionen Du in Erwägung ziehen kannst. Beachte jedoch, dass diese Informationen einen Besuch beim Arzt oder Apotheker in keiner Weise ersetzen, besonders im Falle eine Schwangerschaft oder bei Vorerkrankungen. Nur dort kannst Du individuell abklären, welche Wirkstoffe für Dich persönlich und Deine gesundheitliche Verfassung sicher und geeignet sind. Mit der richtigen Strategie im Gepäck steht Deinem nächsten Abenteuer auf dem Wasser nichts mehr im Weg!

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Literaturverzeichnis

[1] DocCheck Flexikon, 2026. Abgerufen am 23.03.2026 von https://flexikon.doccheck.com/de/Kinetose 

[2] Koch, A., Cascorbi, I., Westhofen, M., Dafotakis, M., Klapa, S., & Kuhtz-Buschbeck, J. P. (2018). The neurophysiology and treatment of motion sickness. Dtsch Arztebl International, 115(41), 687–696. https://doi.org/10.3238/arztebl.2018.0687

[3] Pharmazeutische Zeitung, 2026. Abgerufen am 03.02.2026 von https://www.pharmazeutische-zeitung.de/hilfe-gegen-reiseuebelkeit-157196/

[4] Wolffgram, T. (2015). Seekrankheit. In: Ottomann, C., Seidenstücker, KH. (eds) Maritime Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-55438-4_22

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