Navigationshinweise für Marina Arousa Segler
Position Hafeneinfahrt: 42 ° 33,4′ N / 08 ° 49,4′ W. Von See her folgt man dem betonnten Hauptfahrwasser der Ría; kurz hinter Tonne “A Laxe” hält man 100 m Abstand zu den letzten bateas (Muschelflöße) und peilt das rot-weiße Molenlicht Fl.R.4s an. Die Einfahrt ist gut 60 m breit und vier Meter tief; bei starkem Nordwest kann quer setzender Dünungsschub herrschen, im Kehrwasser hinter der Mole ist er sofort weg. Funk: „Marina Arousa“ hört auf VHF 09/16; ein Schlauchboot lotst in die freie Box. Nachts helfen die Stadtlichter, doch Muschelboote ankern unbefeuert im Revier – Wache am Bug lohnt.
Ruhiger Yachthafen mit 160 Liegeplätzen
Der Yachthafen besitzt vier Schwimmstege mit 160 Liegeplätzen bis 20 m Länge; Solltiefe 3–4 m. Die Mole bricht jeden Schwell aus West und Nord, nur bei hartem Südost schleicht leichter Kabbel in den vordersten Schlauch – wer dann ruhebedürftig ist, bittet um einen Platz an Steg D. Ankern ist in der weiten Vorbucht theoretisch erlaubt (6–8 m, Sand), praktisch aber wegen dichten Muschelreusen und Berufsverkehr kaum sinnvoll; die Marina verlangt zudem, dass Dinghys nicht an den Privatstegen festmachen.
Komfortabler Yachtservice für Pilgernde
Tarif (2025): 2,10 €/m Nebensaison, 3,40 €/m Juli/August inkl. 16 A-Strom, Wasser, schnelles WLAN. Service: 70-t-Travel-Lift, 30-t-Slipwagen, Rigg- und Motorwerkstatt, Segelmacher 200 m hinter dem Tor. Diesel & Benzin an der Schwimmsäule (7 – 21 Uhr). Waschsalon, Duschen & Sauna im modernen Clubhaus, Schlüssel gegen Pfand. Proviant: Froiz-Supermarkt 1 km, großer Eroski 3 km; wer mag, radelt mit den Hafenfahrrädern. Mülltrennung direkt am Kopfsteg; Altöl-Container neben dem Kran. Besonderheit: Segler*innen auf Jakobsweg per Boot erhalten hier einen offiziellen Stempel im Pilgerpass.
Vilanova: Inselparadies für Naturliebhaber und Kulturfans
Vilanova liegt im Herzen der fischreichen Ría de Arousa – ein Labyrinth aus Inseln, Sandbänken und bateas. Mit dem Dinghy kann man zwischen den Flößen schnorcheln: Sicht fünf Meter, dazu Zackenbarsche, Seepocken, und manchmal tummeln sich Delfine, die die Miesmuschelfarmen als Jagdrevier nutzen. An Land lohnt der 15-minütige Radausflug zum Praia das Sinas: 1,5 km heller Sand, Duschen, Pinienschatten. Kulturfans besuchen das Casa-Museo Valle-Inclán, Geburtshaus des berühmten spanischen Dramatikers; der Eintritt ist frei, der Weg führt durch schmale Granitgassen mit Tapas-Bars. Wer richtig wandern will, setzt mit dem Linienboot hinüber zur Isla de Arousa: Ein 10-km-Rundweg führt durch Dünen, Eukalyptushaine und das Naturreservat „Carreirón“ (Sichler, Löffler, Reiher). Abends zurück im Hafen, bietet die Promenade eine kleine Gastro-Szene – Pulpo á feira, Empanada oder kalter Albariño kosten hier weniger als die Hälfte der Touristenpreise in Sanxenxo.
Vilanova: Perfekter Versorger-Halt in Galicien
Pluspunkte Tiefer, schwellruhiger Hafen mit vollwertiger Werft – ideal für Wartungsstopps. Gratis-Fahrräder & Jakobsweg-Stempel: nettes Extra für Landentdecker. Authentische galicische Kleinstadt, keine Massentourismuspreise. Minuspunkte Reusen & Muschelboote machen das freie Ankern mühsam. Bei starkem Südost kann es im vorderen Bereich leicht rollen. Für „Nord-Süd-Fahrten“ zwischen Biscaya und Algarve ist Vilanova ein perfekter Versorger-Halt: Diesel bunkern, Ersatzteile besorgen, dann Bühne frei für Rías-Genuss. Mein persönlicher Lieblingsmoment war das Glockenläuten bei Sonnenuntergang: goldenes Licht auf den Muschelflößen, eine kühle Brise Albariño in der Hand – schwer, danach gleich wieder abzulegen.
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