Sicheres Ansteuern des Hafens erklärt
Position Einfahrt 28 ° 04,9′ N / 17 ° 19,8′ W. Ansteuerkurs aus N oder S: dicht unter Land, bis der 300 m lange Wellenbrecher mit rot-weißem Kopf querab kommt; dann 90 ° einbiegen, 4–5 kn halten und erst innen auf Nord-Nordwest schwenken . Tiefgang: Der Bagger hält den Kanal auf 3,5 m MLWS, an der Innenseite der Mole und am einzigen Schwimmsteg bleiben ≥ 3 m. Wind & Schwell: Passat (NE) wird von den Steilwänden fast völlig gebrochen; Schwell aus SW steht jedoch bis an die Pier. Auf Fronten lauschen – dann besser vor Anker in der Bucht bleiben. Nachtansteuerung: möglich, rote Blitzbake auf Molenkopf (Fl R 5 s) plus Hafenlaternen; dennoch treiben Fischfarmen & Bojen ohne Toplicht in Küstennähe – Radar hilft. Booking-Pflicht: Pierplätze unterstehen Puertos Canarios – Berth muss online/App vorab reserviert und per Funk (VHF 09) bestätigt werden, sonst droht Abweisung .
Geschützter Schwimmsteg und Ankerplatz
Das eigentliche „Feld“ ist der pierinnere Schwimmsteg (12 Besucherplätze bis 16 m) + längsseits an der Außenmole. Grund aus festem Lavasand; wer keinen Platz bekommt, ankert westlich der Bucht auf 8–12 m Sand/Stein (guter Halt). Schutz: ausgezeichnet bei NE-Passat, offen gegen W – SW-Dünung; rollig, wenn Atlantikswells > 1 m anliegen
Versorgung am Schwimmsteg: Wasser, Diesel, Proviant
Wasser & Strom: 220 V/16 A-Säulen am Schwimmsteg; Trinkwasser aus kommunalem Netz, Druck gut. Treibstoff: keine feste Bunkerstation; Tankwagen (mind. 400 l) oder Kanister von der Repsol-Tanke 800 m landeinwärts. Sanitär: einfache, saubere Duschen hinter dem Fischmarkt (Chipkarte vom Hafenbüro). Proviant: zwei Supermercados („Domingo“, „Spar“) in ≤ 600 m; täglich frisches Obst aus Bananenfincas, donnerstags Öko-Markt. Fangfrischen Thun und Vieja verkauft die Cofradía-Halle morgens bis 11 Uhr . Reparatur: kein Kran; Motor- und Riggservice kommt aus San Sebastián (22 sm). Müll: Container am Steg, Glas & Plastik getrennt; Altöl nur im 20-l-Gebinde beim Fischer.
Entdecke Valle Gran Rey: Natur- und Wassersportparadies
Valle Gran Rey ist ein Mini-Yosemite aus Basalt. Direkt hinterm Hafen beginnt der Küstenpromenadenweg zu den Schwarzen Stränden von Charco del Conde (Familientidepool) und weiter zum Surfspot Playa del Inglés. Unter Wasser überraschen 15 m Sicht, riesige Fächerkorallen und detailreiche Lavahöhlen; Tauchbasis holt per Schlauchboot am Steg ab. Häufige Begleiter: Schildkröten, Riffbarsche, im Frühjahr Mantarochen. Landausflügler steigen in 90 min über Serpentinen zum Mirador El Time – Panorama über ganze Schlucht bis El Hierro. Vogelfans beobachten Kolonien von Gelbschnabel-Sturmtauchern ab Dämmerung direkt an der Hafenmole.
Charme und Ruhe: Puerto de Vueltas
Puerto de Vueltas ist kein All-Inclusive-Marina-Resort, sondern ein sympathischer Fischerhafen mit Postkartenkulisse: Plus Tiefes, schwellsicheres Becken bei Passat; klares Badewasser. Fußläufig Strände, Restaurants, Läden – perfekte Crewverschnaufpause. Echtes Gomera-Feeling: Bananen, Hippiemärkte, Sonnenuntergänge hinter El Hierro. Minus Null Kran, Diesel nur per Kanister oder LKW. Online-Reservierungszwang; spontan Anker werfen im Hafen nicht geduldet. Rollig bei Westfronten – dann Leinenlängung oder Ausweichen nach San Sebastián. Geeignet für Langfahrtcrews, die Passatluft tanken wollen, Familien auf Kanarenbummel, Strand- und Wanderfans. Weniger für Superyachten > 20 m oder Technikstopps mit großen Ersatzteilen. Ich selbst legte nach einer Nachtfahrt von Teneriffa um 06:30 an – noch rochen Fischkisten nach Sargos, der Barista stellte Cappuccino aufs Hafengeländer. Zwei Tage später, nach Surfkurs, Bananenmarktbummel und Manta-Schnorchel, war klar: Vueltas ist das kleine, ruhige Herz der Südwest-Gomera, ein Ort, wo sich Atlantik, Berge und Dorf in einem Hafenbecken treffen. Eine Station, die man nicht nur ansteuert, sondern behält – als Sehnsuchtsanker im Kielwasser.
Community's Meinung