Sichere Einfahrt zur Marina Teneriffa
Die Marina liegt im Süden Teneriffas bei 28 ° 00,8′ N / 16 ° 39,5′ W, nur sechs Seemeilen östlich des Flughafens Reina Sofía. Die Einfahrt ist 80 m breit, nachts befeuert (Oc R/G 4 s). Ein hellgelber, V-förmiger Wellenbrecher lenkt die Dünung ab, sodass man auch bei Passat 25 kn sicher einlaufen kann. Tiefgang im Vorhafen 7 m bei Hochwasser, 2 m bei Niedrigwasser – genug für Fahrtenyachten; wer über 2,3 m zieht, wartet besser den Tidensprung ab, weil Sandzungen wandern . Von Osten kommend hält man sich vom Fischfarm-Areal (gelbe Tonnen) frei und peilt dann das rote Dach der Kapitanerie. Bei Dunkelheit helfen die Straßenlampen der Promenade; fehlende Sektorenfeuer erfordern trotzdem Ausguck. Auf VHF 09 meldet man sich kurz, der Dockmaster steht am Kopfsteg bereit.
Sicherer Hafen trotz Calima-Schirokko
Ankern innerhalb der Hafenanlage ist nicht gestattet ─ Liegeplätze sind ausschließlich an Steg oder auf Moorings. Draußen, nördlich der Mole, kann man auf 6–8 m in sauberem Sand ankern; dort liegt man gut bei Passat (NO bis O), ist aber offen nach Süden und bekommt bei Calima-Schirokko unangenehme Dünung. Der Hafen selbst bleibt dank massiver Doppelmole selbst bei Winterstürmen schwellfrei; Fallwinde vom Caldera-Plateau spürt man nur als warmen Böenpuff. Untergrund hinter den Stegen ist Schlick-Sand, die Dalben dämpfen jedes Rucken zuverlässig.
Voll ausgestattete Marina mit lebendigem Flair
Die Marina bietet 176 Plätze für Yachten bis 20 m Länge, jeder mit Frischwasser, 16/32-A-Strom und kostenlosem WLAN . Die Tiefe an den Besucherstegen beträgt selbst bei Ebbe noch zwei Meter. Ein 65-t-Travellift und ein kleiner Slip fungieren als Werftstützpunkt; Segelmacher und Motorservice kommen aus der 15 km entfernten Industriezone San Miguel. Treibstoff: Selbstbedienungspumpe an Steg A (Diesel & Benzin, 24 h). Sanitär: Modern, klimatisiert, mit Waschmaschinen und Trockner. Müll & Öl: Getrennte Container am Hafenkopf, Altöltank ohne Gebühr. Proviant: Hiperdino-Supermarkt 500 m nördlich, kleiner Spar direkt am Kai; dienstags Gemüsekarren. Logistik: Bushaltestelle „Las Galletas“ 200 m ─ nach Los Cristianos 20 Min., Flughafen 25 Min. Abends pulsiert am Hafenkai das Leben: Tapas-Bars, zwei Pizzerien und das bei Seglern legendäre „Jojos Café“ mit Blick auf die Fischerauktion.
Unterwasserwunder und Vulkanlandschaften entdecken
Unter Wasser beginnt ein Mikro-Naturpark: Schon am Steg schwimmen Stachelrochen, und vor der Mole liegen mehrere Lavabögen mit Schildkröten und Trompetenfisch-Schwärmen. Die lokale Tauchbasis holt Gäste direkt am Dinghy-Dock ab. In 15 Min. RIB-Fahrt erreicht man das Wrack „Cermona II“ (20 m Tiefe) und den Engelhai-Hotspot „Arona Reef“. An Land lockt ein 4-km-Küstenweg nach Costa del Silencio über versteinerte Lavafelder, in denen Kakteen wachsen und Kanarenpieper zirpen. Wer höher hinaus will, mietet im Hafengebäude ein Auto und erreicht den Teide-Nationalpark in einer Stunde – der Kontrast zwischen Palmenmarina und 2 000 m-Kieferwald ist spektakulär.
Marina del Sur: Ursprüngliche Hafenatmosphäre und Service
Marina del Sur ist kein mondäner Resort-Hafen, sondern ein angenehm bodenständiger Arbeitsplatz für Blauwasser-Crews: Pluspunkte: Rundumschutz, zuverlässiges Technikspektrum, günstige Transatlantik-Preise (11 m = 25 €/Tag inkl. Strom), reges Dorfleben direkt am Kai, tägliche Frischfischauktion. Minuspunkte: Wenig Plätze für > 18 m; bei Südschwell rollt die Außenrade heftig; nachts ab und zu Live-Musik bis 23 Uhr. Empfehlenswert für Atlantikfahrer, die vor dem Sprung nach Madeira oder Kapverden Boot und Vorräte checken wollen, wie für Chartercrews, die Natur-Tauchspots schätzen und abends im Ort noch Tapas suchen. Weniger geeignet für Ruhesuchende, die absolute Stille brauchen, oder für Tiefgänger über 2,8 m bei Springniedrigwasser. Mein persönlicher Hafenausklang: ein Sundowner auf dem Vorschiff, während Fischer ihre Netze flicken, das rote Capitanerie-Dach in der Golden Hour leuchtet und ein Schildkrötenkopf an der Wasseroberfläche auftaucht – ein perfekter Moment, der daran erinnert, warum die Kanaren seit Jahrhunderten Zwischenstation der Weltumsegler sind.
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