Ein katabatischer Wind ist ein hangabwärts fließender Wind, der entsteht, wenn sich Luftmassen an Berghängen oder Hochflächen abkühlen, schwerer werden und durch die Schwerkraft talwärts strömen. Besonders nachts kühlen sich die Luftmassen an den Hängen schneller ab als in der freien Atmosphäre. Die kältere, dichtere Luft fließt dann hangabwärts und kann erhebliche Geschwindigkeiten erreichen. In Küstengebieten mit Bergen können katabatische Winde besonders gefährlich werden, da sie plötzlich und mit großer Stärke auftreten. Bekannte Beispiele sind die Bora an der Adria oder der Mistral im Mittelmeer. Diese Winde sind meist trocken und kalt und können Geschwindigkeiten von 30-60 km/h erreichen, in extremen Fällen auch darüber. Für die Schifffahrt bedeuten sie oft böige, unberechenbare Bedingungen, die gefährliche Situationen schaffen können. Segler müssen in entsprechenden Gebieten besonders vorsichtig sein, da katabatische Winde oft lokalen Charakter haben und schwer vorhersagbar sind.