Der Passatwind ist ein beständiges Windsystem in den Tropen und Subtropen, das durch die globale Luftzirkulation entsteht. Er weht ganzjährig in relativ konstanter Richtung und Stärke. Auf der Nordhalbkugel bläst der Nordost-Passat, auf der Südhalbkugel der Südost-Passat. Beide Windsysteme treffen sich in der Nähe des Äquators in der Intertropischen Konvergenzzone.
Für Segler sind die Passatwinde von enormer Bedeutung, da sie zuverlässige Fahrtenwinde für Ozeanüberquerungen bieten. Die Windstärke liegt meist zwischen 3 und 5 Beaufort, ideal für entspanntes Segeln mit gutem Fahrtwind. Klassische Passatrouten nutzen diese Winde: Der Atlantik wird von den Kanaren zu den Kleinen Antillen, der Pazifik von Panama zu den Marquesas überquert. Auch die Rückkehr über höhere Breiten mit den Westwinden ist Teil dieser bewährten Routenführung.
Historisch ermöglichten die Passatwinde erst die großen Segelschiffreisen und den Handel zwischen den Kontinenten. Heute sind sie das Rückgrat des Fahrtensegelns in den Tropen. Die Beständigkeit der Passate macht sie zu einem der verlässlichsten Wetterphänomene der Welt.

