Unter Land segeln bedeutet, nah an der Küste oder am Ufer zu fahren, wo das Land den Wind abschirmt oder beeinflusst. Dabei kann der Wind sowohl abgeschwächt als auch in der Richtung verändert werden. Bei ablandigem Wind (vom Land kommend) ist das Boot im Windschatten der Küste und erfährt schwächeren Wind. Erst beim Verlassen des Küstenschutzes trifft es auf die volle Windstärke. Bei auflandigem Wind kann es dagegen zu Windverstärkung und böigen Verhältnissen kommen.
Unter Land zu segeln bietet Schutz bei schwerem Wetter, erfordert aber gute Ortskenntnis wegen möglicher Untiefen und Hindernisse. Der Windschatten hoher Küsten oder Berge kann sich mehrere Seemeilen weit erstrecken. Segler nutzen den Küstenschutz gezielt für entspannteres Segeln oder um bei starkem Wind sicher in einen Hafen zu gelangen.