Unreiner Grund bezeichnet einen Gewässerboden, der mit verschiedenen Hindernissen wie Felsen, Steinen, Wrackteilen, Korallen oder dichtem Seegras bedeckt ist. In Seekarten wird er oft mit entsprechenden Symbolen oder Abkürzungen gekennzeichnet. Bei unreinem Grund sind die angegebenen Tiefenangaben unzuverlässig, da sie zwischen den Hindernissen stark schwanken können. Schiffe müssen hier besonders vorsichtig navigieren, um Schäden am Rumpf, Kiel oder der Schiffsschraube zu vermeiden.
Für das Ankern ist unreiner Grund meist ungeeignet. Der Anker kann zwischen Steinen oder Wrackteilen verklemmen und lässt sich dann nur schwer oder gar nicht mehr hieven. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Ankerleine an scharfen Kanten durchscheuert. Das Gegenteil ist reiner Grund, der aus Sand, Schlamm oder anderem gleichmäßigem Material besteht und gute Ankerplätze bietet. Erfahrene Segler meiden Ankerplätze mit unreinem Grund oder verwenden hier besondere Vorsichtsmaßnahmen wie zusätzliche Kettenmarkierungen oder verstärkte Ankerleinen.