Als Ruderbruch wird der Ausfall der Ruderanlage durch mechanische Beschädigung oder technische Defekte bezeichnet. Das Schiff wird dadurch steuerunfähig und kann seinen Kurs nicht mehr halten. Ursachen können sein: Kollision mit Treibgut oder Grund, Materialversagen der Ruderanlage, blockierte Ruderketten oder -gestänge, sowie Schäden am Ruderblatt durch Grundberührung. Bei Ruderbruch muss die Situation sofort bewertet werden. Je nach Verkehrslage, Wetterbedingungen und Gewässer kann ein Notruf erforderlich sein.
Die Crew versucht zunächst, das Schiff mit den Maschinen zu steuern oder ein Notruder zu improvisieren. In der Sportschifffahrt kann ein Paddel oder Bootshaken als Notruder dienen. Segelboote können oft allein mit den Segeln gesteuert werden. Bei größeren Schiffen ist meist Schlepperhilfe erforderlich. Zur Vorbeugung sollten Ruderanlagen regelmäßig gewartet und die Ruderketten oder -gestänge kontrolliert werden. Ein Ersatzruder oder entsprechende Notfallausrüstung gehört zur Sicherheitsausstattung.