Als Leckstopfen werden ursprünglich konische Weichholzpfropfen bezeichnet, die vorne spitz zulaufen und dazu dienen, Lecks provisorisch abzudichten. Sie werden besonders bei defekten Seeventilen eingesetzt, indem sie in die Öffnung geschlagen werden. An jedem Seeventil an Bord sollte ein passender Leckstopfen bereitliegen, da Seeventile zu den häufigsten Leckage-Quellen gehören. Die konische Form sorgt dafür, dass der Stopfen sich beim Einschlagen fest in die Öffnung presst und das eindringende Wasser stoppt. Traditionelle Leckstopfen bestehen aus weichem Holz wie Kiefer oder Fichte, das bei Wasserkontakt quillt und so die Dichtung verbessert. Sie werden in verschiedenen Größen mitgeführt, um unterschiedliche Öffnungen abdichten zu können. Heute wird der Begriff Leckstopfen allgemein für alle Materialien und Gegenstände verwendet, mit denen Lecks provisorisch abgedichtet werden können. Dazu gehören auch moderne Materialien wie Dichtmasse, Unterwasser-Reparaturkitt oder spezielle Leckage-Stopfen aus Kunststoff.