Ein Klassenboot ist ein Segelboot, das nach einheitlichen Bauvorschriften konstruiert wurde und in einer bestimmten Bootsklasse für Regatten zugelassen ist. Ziel ist es, möglichst identische Boote zu schaffen, damit bei Wettkämpfen die seglerischen Fähigkeiten der Crew entscheiden und nicht technische Unterschiede der Boote. Die Klasseneinteilung erfolgt nach verschiedenen Kriterien: Bootslänge, Segelgröße, Gewicht, Rumpfform oder Konstruktionsmerkmalen. Bekannte Einheitsklassen sind beispielsweise der Laser, die 470er-Jolle oder bei Kielbooten die J/24. Diese Boote werden in großen Stückzahlen nach identischen Plänen gebaut. Klassenboote haben meist eigene Klassenvereinigungen, die Bauvorschriften überwachen, Regatten organisieren und Meisterschaften ausrichten. Viele Klassen sind international verbreitet und haben eigene Welt- und Europameisterschaften. Der Vorteil liegt in der Chancengleichheit bei Regatten und den meist niedrigeren Kosten, da keine teuren Entwicklungen nötig sind. Außerdem entstehen lebendige Gemeinschaften von Seglern derselben Klasse, die Erfahrungen austauschen und gemeinsame Veranstaltungen durchführen. Klassenboote eignen sich besonders für Einsteiger ins Regattasegeln und für Segler, die sportliche Fairness schätzen.