Eine Kielbombe ist das Kielgewicht einer Segelyacht, das über die Kielfinne mit dem Rumpf verbunden ist. Sie dient als Ballast zur Stabilisierung des Schiffes und verhindert übermäßige Krängung durch den Winddruck auf die Segel. Die Kielbombe hat meist eine tropfen- oder birnenförmige Form, die strömungsgünstig gestaltet ist, um den Wasserwiderstand zu minimieren. Sie wird üblicherweise aus Gusseisen oder Blei gefertigt, wobei Blei aufgrund seiner höheren Dichte bevorzugt wird, da es bei gleichem Gewicht weniger Volumen benötigt. Die Größe und das Gewicht der Kielbombe hängen von der Größe des Schiffes und den gewünschten Segeleigenschaften ab. Typischerweise macht das Kielgewicht 35-50% des Gesamtgewichts einer Segelyacht aus. Die Stabilität wird durch die tiefe Lage des Ballasts erhöht, je tiefer der Schwerpunkt liegt, desto größer ist das aufrichtende Moment bei Krängung. Das Kielgewicht trägt auch zur Kursstabilität bei und reduziert die seitliche Abdrift des Schiffes. Die Befestigung der Kielbombe an der Kielfinne erfolgt meist über Kielbolzen, die regelmäßig auf festen Sitz kontrolliert werden müssen.