Isobaren sind Linien gleichen Luftdrucks, die in der Meteorologie zur Darstellung von Wetterkarten verwendet werden. In der Seefahrt sind sie ein wichtiges Hilfsmittel zur Wetterbeurteilung und Routenplanung.
Auf Wetterkarten werden Isobaren als geschlossene Linien dargestellt, die Orte mit identischem Luftdruck verbinden. Dadurch entstehen Hoch- und Tiefdruckgebiete, die als konzentrische Kreise oder ovale Strukturen sichtbar werden.
Der Abstand zwischen den Isobaren zeigt den Luftdruckgradienten an: Liegen die Linien eng beieinander, herrscht ein starker Druckgradient mit entsprechend kräftigen Winden. Große Abstände zwischen den Isobaren bedeuten schwache Winde.
Die Windrichtung lässt sich aus dem Verlauf der Isobaren ableiten: Wind weht von Hoch- zu Tiefdruckgebieten, wird aber durch die Erdrotation (Corioliskraft) abgelenkt. Auf der Nordhalbkugel umströmt Wind Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn, Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn.
Isobaren finden sich in Wetterkarten von Seewetterdiensten, nautischen Almanachen und auf Wetterfax-Übertragungen. Viele Segler nutzen heute jedoch bevorzugt Wetter-Apps und digitale Vorhersagen, die die Isobarenanalyse bereits interpretiert darstellen.
