Der Internationale Bootsschein ist ein weltweit anerkannter deutscher Registrierungsnachweis für Sportboote. Er wurde durch die UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) Resolution Nr. 13 eingeführt, um die unterschiedlichen nationalen Bootsdokumente zu vereinheitlichen und dient als Kennzeichnungs- und Eigentumsnachweis.
In Deutschland ist der IBS verpflichtend für Motorboote über 2,21 kW (3 PS) und Segelboote ohne Motor über 5,50 m Länge. Die im Bootsschein vergebene Nummer ist gleichzeitig das amtliche Bootskennzeichen, das am Boot angebracht werden muss.
Der IBS enthält alle wichtigen Bootsdaten: Eigentümerangaben, Bootsname und Heimathafen, Hersteller und Typ, Abmessungen, Motorisierung, Funkausrüstung und sonstiges Zubehör. Diese Angaben erleichtern Ein- und Ausklarierungsverfahren in deutschen und ausländischen Häfen sowie Kontrollen durch Behörden wie die Wasserschutzpolizei.
National ist der Internationale Bootsschein unbegrenzt gültig. Für internationale Reisen darf er jedoch nicht älter als zwei Jahre sein und muss dann erneuert werden. Eine automatische Verlängerung alle zwei Jahre ist möglich.
Der Antrag kann beim DSV, beim DMYV oder auch beim ADAC gestellt werden und kostet etwa 20€ bis 25€. Voraussetzung ist eine deutsche Staatsangehörigkeit oder ein fester Wohnsitz in Deutschland.