Die IMO (International Maritime Organization, auf Deutsch: Internationale Seeschifffahrts-Organisation) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in London. Sie wurde 1948 gegründet und hat heute 174 Mitgliedsstaaten sowie über 100 Nichtregierungsorganisationen mit Beobachterstatus. Die IMO entwickelt internationale Standards und Vorschriften für die Seeschifffahrt. Ihre Hauptziele sind die Verbesserung der Sicherheit auf See und die Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe. Dazu gehören Regelungen für Schiffsdesign, Konstruktion, Ausrüstung, Besatzung und Betrieb.
Zu den wichtigsten IMO-Übereinkommen zählen SOLAS (Sicherheit des menschlichen Lebens auf See), MARPOL (Verhütung der Meeresverschmutzung) und STCW (Standards für Seeleute). Diese Regelwerke sind für die Mitgliedsstaaten verbindlich und prägen die internationale Schifffahrt. Die IMO arbeitet auch an der Digitalisierung der Seefahrt, entwickelt Umweltstandards zur Reduzierung von Emissionen und koordiniert internationale Maßnahmen zur Piraterie-Bekämpfung. Ihre Beschlüsse haben direkten Einfluss auf Schiffsbau, Navigation und maritime Sicherheit weltweit.
