Ein Hoch, auch Hochdruckgebiet oder Antizyklon genannt, bezeichnet ein Gebiet mit relativ hohem Luftdruck. Es entsteht durch absinkende Luftmassen, die sich dabei erwärmen und Feuchtigkeit abgeben. Man unterscheidet zwischen zwei Haupttypen von Hochdruckgebieten. Das warme Hoch hat subtropischen Ursprung und reicht bis zur Tropopause. Es besitzt eine große horizontale Ausdehnung und verändert seine Position nur langsam. Durch den hohen Wasserdampfgehalt erscheint der Himmel oft milchig-bläulich oder dunstig. Warme Hochs bringen meist beständiges, aber oft schwüles Wetter. Das kalte Hoch entsteht häufig als Zwischenhoch zwischen zwei Tiefdruckgebieten und ist deutlich flacher, meist unter 1500 Meter Höhe. Es bewegt sich schnell und kündigt sich durch kräftigen, aber kurzzeitigen Luftdruckanstieg an.
Kalte Hochs erzeugen sehr klare Sicht und strahlend blauen Himmel, aber die guten Wetterbedingungen sind meist nur von kurzer Dauer. Für die Schifffahrt bedeuten Hochdruckgebiete meist ruhiges Wetter mit schwachen Winden. Dies kann sowohl Vor- als auch Nachteil sein: Wenig Wind bedeutet ruhige See, aber für Segelschiffe auch geringe Fahrt. Die gute Sicht in Hochdruckgebieten erleichtert die Navigation erheblich.