GMDSS steht für Global Maritime Distress and Safety System, ein seit 1999 weltweit verpflichtend eingesetztes System zur Übermittlung von Seenot– und Sicherheitsmeldungen auf See. Das System kombiniert verschiedene Kommunikationstechnologien, um in Notfällen schnelle Hilfe zu gewährleisten.
Das GMDSS dient der Alarmierung bei Seenot (Mayday), Dringlichkeit (Pan Pan) und Sicherheit (Sécurité), der automatischen Positionsübermittlung in Notfällen sowie der Verbindung zu Seenotleitstellen (Maritime Rescue Coordination Centre – MRCC). Zusätzlich koordiniert es Such- und Rettungsaktionen zwischen Schiffen.
Die Weltmeere sind in vier Seezonen (A1-A4) eingeteilt, die unterschiedliche Geräteanforderungen stellen.
Zone A1 erstreckt sich bis 20 Seemeilen von der Küste und erfordert UKW-Funk mit DSC.
Zone A2 reicht bis 150 Seemeilen von der Küste und benötigt zusätzlich Grenzwellenfunk.
Zone A3 umfasst Gebiete außerhalb A2 mit Inmarsat-Satellitenabdeckung und erfordert entsprechende Satellitenkommunikation.
Zone A4 betrifft die Polargebiete ohne Inmarsat-Abdeckung, wo zusätzlich Kurzwellenfunk vorgeschrieben ist.
Sportboote unterliegen vereinfachten GMDSS-Bestimmungen, müssen aber in vielen Seegebieten mindestens ein UKW-Funkgerät mit DSC und eine EPIRB-Notfunkboje mitführen.