Eine Gefahrenstellentonne markiert einzelne Gefahren in der Schifffahrt wie Wracks, Felsen oder Untiefen. Sie gehört zum IALA-Betonungssystem und warnt vor isolierten Gefahrenstellen. Die Tonne ist schwarz-rot gestreift und trägt als Toppzeichen zwei schwarze Kugeln übereinander. Nachts zeigt sie ein weißes Blitzfeuer. Diese einheitliche Kennzeichnung gilt international.
Im Gegensatz zu Kardinaltonnen, die die Richtung anzeigen, in der eine Gefahr zu umfahren ist, markiert die Gefahrenstellentonne die Gefahrenstelle selbst. Sie kann auf allen Seiten passiert werden, sofern ausreichend Tiefgang vorhanden ist. Die Position und Bedeutung der Tonnen ist in Seekarten eingetragen. Dort finden sich auch Details zur Art der Gefahr, Wassertiefe und empfohlenen Passierabständen. Gefahrenstellentonnen werden von den Wasser- und Schifffahrtsämtern gesetzt und gewartet. Sie sind besonders in vielbefahrenen Gewässern wichtig, wo eine dauerhafte Warnung vor bekannten Hindernissen erforderlich ist. Bei der Navigation sollten diese Tonnen großzügig umfahren werden, da die tatsächliche Ausdehnung der Gefahr oft größer ist als die Position der Tonne.