Eine Gefahrenstelle ist ein Bereich in Gewässern, der ein erhöhtes Risiko für die Schifffahrt darstellt. Meist handelt es sich um Untiefen, Wracks, Felsen oder andere Hindernisse, die eine Gefährdung für den Schiffsverkehr bedeuten. Gefahrenstellen entstehen durch verschiedene Ursachen: natürliche Untiefen, gesunkene Schiffe, Felsformationen, starke Strömungen oder bauliche Hindernisse wie Brückenpfeiler. Auch temporäre Gefahren wie Baggerarbeiten oder treibende Objekte können Gefahrenstellen bilden.
In Seekarten werden Gefahrenstellen mit speziellen Symbolen markiert. Zusätzlich erfolgt die Kennzeichnung im Gelände durch Kardinaltonnen, Gefahrenstellentonnen oder Leuchtfeuer entsprechend dem internationalen Betonnungssystem. Diese Seezeichen warnen vor der Gefahr und zeigen die sichere Passage an. Schiffsführer müssen an Gefahrenstellen besondere Vorsicht walten lassen: Geschwindigkeit reduzieren, erhöhte Aufmerksamkeit und sicheren Abstand halten. Die Verkehrsvorschriften schreiben oft spezielle Verhaltensregeln für solche Bereiche vor. In Deutschland sind die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter für die Erfassung und Markierung von Gefahrenstellen zuständig. Sie arbeiten eng mit Seevermessungsdiensten zusammen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten.