Foilen bezeichnet das Segeln mit Hydrofoils, bei dem das Boot durch Tragflächen aus dem Wasser gehoben wird und über die Wasseroberfläche “fliegt”. Diese Technik hat in den letzten Jahren den Segelsport revolutioniert. Die unter dem Rumpf angebrachten Foils erzeugen bei ausreichender Geschwindigkeit dynamischen Auftrieb, ähnlich wie Flugzeugtragflächen. Dadurch hebt sich das Boot aus dem Wasser, der Wasserwiderstand sinkt drastisch und deutlich höhere Geschwindigkeiten werden möglich.
Sobald das Boot die kritische Abhebegeschwindigkeit erreicht, beginnt es zu foilen. Ab diesem Punkt reduziert sich der Wasserwiderstand erheblich, da nur noch die schmalen Foils im Wasser sind. Das ermöglicht Geschwindigkeiten, die weit über denen herkömmlicher Segelboote liegen. Im Hochleistungssegelsport werden beim America’s Cup Geschwindigkeiten über 50 Knoten erreicht. Auch im Freizeitbereich gibt es mittlerweile Foiling-Boote wie Motten oder WASZP-Jollen, die das Foilen für Hobbysegler zugänglich machen. Das Foilen erfordert präzise Bootskontrolle und Erfahrung. Die Boote reagieren sehr direkt auf Gewichtsverlagerung und können bei hohen Geschwindigkeiten schnell instabil werden. Die Verletzungsgefahr ist durch die hohen Geschwindigkeiten und harten Foils deutlich erhöht, weshalb Sicherheit stets Priorität haben sollte.