“Am Wind” beschreibt alle Segelkurse, die luvseitiger (näher zum Wind) als der Halbwind-Kurs gesegelt werden. Dabei segelt das Boot schräg gegen den Wind, der von vorne kommt, und bewegt sich in Richtung Luv. Der engste mögliche Winkel zum wahren Wind variiert je nach Bootstyp und liegt meist zwischen 35° und 50°. Dies wird als “hoch am Wind” bezeichnet.
Am-Wind-Kurse erfordern besondere Aufmerksamkeit, um effektiv nach Luv zu segeln und dabei die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Die Segel müssen dichter als auf anderen Kursen eingestellt und ständig an die Windverhältnisse angepasst werden. Bei Booten mit Schwert wird dieses vollständig ausgefahren.
Weitere Windkurse sind der Halbwind-Kurs (Wind von der Seite), der Raumwind-Kurs (Wind von schräg hinten) und der Vorwind-Kurs (Wind direkt von hinten).
Bei raumeren Kursen können die Schoten gefiert, also gelockert, werden. Um ein Ziel zu erreichen, das in Windrichtung liegt, muss das Boot gegen den Wind “kreuzen”. Dabei werden Am-Wind-Kurse in abwechselnden Wendemanövern gesegelt, um in einem Zickzackkurs voranzukommen.