Altöl bezeichnet nicht mehr verwendbares Öl, das aus Schiffsmotoren und -anlagen entfernt wurde. Es fällt hauptsächlich bei der Wartung von Schiffsmotoren, Getrieben, hydraulischen Systemen und anderen Anlagen an Bord an. Altöl gilt als gefährlicher Abfallstoff, da es Schadstoffe wie Schwermetalle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und andere giftige Chemikalien enthält, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind. Bereits geringe Mengen können große Wasserflächen verschmutzen. Die Behandlung und Entsorgung von Altöl unterliegt strengen internationalen Vorschriften wie dem MARPOL-Übereinkommen sowie nationalen Gesetzen. Diese regeln Transport, Lagerung und ordnungsgemäße Entsorgung und verbieten das Einleiten ins Meer. In den meisten Häfen gibt es spezialisierte Annahme- und Entsorgungseinrichtungen für Altöl.
Viele Häfen sind nach internationalen Vorschriften sogar verpflichtet, solche Anlagen bereitzustellen. Das gesammelte Altöl wird meist in speziellen Aufbereitungsanlagen recycelt und kann als Brennstoff oder nach Aufarbeitung wieder als Schmierstoff verwendet werden. Schiffe müssen Altöl in speziellen Sammeltanks lagern und ordnungsgemäße Dokumentation über Mengen und Entsorgung führen. Verstöße gegen Altölvorschriften werden mit hohen Strafen geahndet.