Das Achterschiff bezeichnet den hinteren Teil eines Schiffes, der sich vom Hauptmast oder der Schiffsmitte bis zum Heck erstreckt. Im Achterschiff befindet sich häufig die Steueranlage mit Ruder, Steuerrad und den entsprechenden Steuermechanismen. Die erhöhte Position bietet dem Steuermann eine gute Sicht über das gesamte Schiff und das umgebende Wasser, was für die Navigation wichtig ist. Je nach Schiffstyp können im Achterschiff verschiedene Einrichtungen untergebracht sein: Achterkajüten für Besatzung oder Passagiere, Aufenthaltsräume, Lagerräume oder auf Segelschiffen auch das Cockpit mit den Bedienplätzen für die Segel. Das Achterschiff trägt zur Balance und Stabilität des Schiffes bei. Eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen Bug und Heck ist wichtig für die Schwimmlage und Manövrierfähigkeit. Ist das Achterschiff zu schwer beladen, kann das Schiff achtern tiefer liegen und schlechter steuern. Bei traditionellen Segelschiffen war das Achterschiff oft aufwendiger gestaltet und höher gebaut als der Bugbereich, da sich dort die Offizierskajüten und wichtigsten Steuereinrichtungen befanden.
