Ablandiger Wind ist Wind, der vom Land in Richtung Wasser weht. Er wird auch Landwind genannt und ist für Seglerinnen, Segler und andere Wassersportler besonders wichtig, weil er die Rückkehr ans Ufer erschweren kann.
Was bedeutet ablandiger Wind?
Von ablandigem Wind spricht man, wenn der Wind von der Küste weg auf das Wasser hinaus weht. In Ufernähe wirkt das Wasser dabei oft zunächst ruhig, weil der Wind vom Land kommt und dort noch keine hohen Wellen aufgebaut hat. Weiter draußen können Wind und Wellen jedoch deutlich stärker werden.
Gerade für Jollen, kleine Segelboote, Schlauchboote, Stand-up-Paddler und andere leichte Wasserfahrzeuge kann ablandiger Wind gefährlich werden, weil sie schnell vom Ufer weggetrieben werden.
Wie entsteht ablandiger Wind?
Ablandiger Wind kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören Großwetterlagen, lokale Druckunterschiede und thermische Effekte. Ein thermischer Landwind entsteht häufig nachts oder am frühen Morgen. Dann kühlt das Land schneller ab als das Wasser. Dadurch kann eine Luftströmung vom Land in Richtung Meer oder See entstehen.
Da ablandiger Wind über Land entsteht, wird er stark von der Umgebung beeinflusst. Berge, Täler, Bebauung und Küstenformen können zu Böen, Winddrehern und ungleichmäßigen Windverhältnissen führen.
Warum ist ablandiger Wind gefährlich?
Bei ablandigem Wind ist das Ablegen von der Küste oft leicht, die Rückkehr aber deutlich schwieriger. Wer zurück an Land möchte, muss gegen den Wind fahren oder segeln. Bei Segelbooten bedeutet das meist Kreuzen gegen den Wind. Wird der Wind in Ufernähe schwächer oder dreht, kann das Vorankommen zusätzlich erschwert werden.
Besonders kritisch wird ablandiger Wind bei einer Motorpanne, Erschöpfung oder schlechten Kreuzeigenschaften des Bootes. Dann besteht die Gefahr, immer weiter vom Ufer abgetrieben zu werden.
Was sollte man bei ablandigem Wind beachten?
Vor dem Ablegen sollte immer geprüft werden, aus welcher Richtung der Wind kommt und wie sich die Wetterlage entwickeln kann. Bei starkem ablandigem Wind ist besondere Vorsicht geboten. Wer unsicher ist oder mit einem kleinen Boot unterwegs ist, sollte lieber in Ufernähe bleiben oder die Fahrt verschieben.
Zur sicheren Vorbereitung gehören außerdem passende Sicherheitsausrüstung, ein funktionierender Motor oder eine alternative Antriebsmöglichkeit, ein Kommunikationsmittel und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.
